Sicheres Passwort erstellen und merken

Aus dem Manko, dass sich Passwörter leicht vergessen lassen, lässt sich ein lukratives Geschäft machen. Es gibt Tools und Software, kostenlos und zu kaufen, um ein sicheres Passwort zu speichern und zu verwalten. Doch wer garantiert, dass diese Tools nicht auch Sicherheitslücken aufweisen?!

Dabei ist es so einfach, zugleich lange, komplizierte und zudem unterschiedliche Passwörter zu nutzen, ohne diese zu vergessen. Ohne eine Software kaufen oder eine Freeware installieren zu müssen, die nur eine weitere Software ist, die unser Betriebssystem unnötig belastet.

Sicheres Passwort nie wieder vergessen

Nur die wenigsten haben eine Lösung, wie man sich ein sicheres Passwort merkt. Das stelle ich immer wieder aufs neue Fest, wenn ich z.B. mit einem Bekannten eine Verbindung über Skype aufbauen möchte, der Skype nur selten nutzt. Doch wie kann ich mir lange und komplizierte Passwörter ganz einfach merken? Obendrein für jeden Anbieter ein eigenes Passwort nutzen und es trotzdem nicht wieder vergessen? Das ist vor allem immer dann hilfreich, wenn wir mit dem Smartphone oder Tablet unterwegs sind. Dafür gib es eine wirklich einfache Lösung.

So einfach findet jeder sein Passwort

Mein Favorit unter allen Tipps ist der folgende: Jeder von uns hat einen Lieblingsfilm, einen Lieblingsinterpreten oder einen Lieblingsschauspieler. Wenn dem nicht so ist, hat ganz sicher jeder irgend eine Lieblingsperson aus seinem eigenen persönlichen Umfeld. Wenn dem auch nicht so ist, hast Du irgendwann mal studiert, bist Handwerker Geselle oder gehst gerade einem Beruf nach? Dann arbeitest Du vielleicht mit Materialien, wie Raufasertapete oder Werkzeugen, wie Rosenentdorner. Nein? Dann frage dich selbst nach wichtigen historischen Ereignissen. Wer war der erste Mensch auf dem Mond?

Zu jeder Person und zu jedem beruflichen Ereignis gibt es ein Datum. Beispielsweise das Datum Deiner Gesellenprüfung oder die Erfindung des Zollstock (übrigens 1886 von den Ullrich-Brüdern patentiert). Ihr könnt auch einen favorisierenden Arbeitskollegen, einen Mitarbeiter oder die hübsche Sekretärin aus Eurem Steuerberaterbüro nehmen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten.

Beispiel für ein einfaches und sicheres Passwort

Nehmen wir als Beispiel den Schauspieler Charlie Chaplin. Geboren am 16. April 1889 in London. Eines seiner bekanntesten Filme ist The Tramp. All diese Dinge wissen viele von Ihren persönlichen Favoriten. Setzt Ziffern, wie das Geburtsdatum einer Person oder das Datum der Veröffentlichung eines Titels in spitze Klammern, Fragezeichen oder Gänsefüsschen. Dann habt Ihr die Sonderzeichen an einer Stelle des Passwortes, dass sich leicht merken lässt. In etwa so: Ch<16.4.1889>Ch.  Dieses Passwort besteht aus satten 15 Zeichen. Mit Klammern und Punkten aus 4 Sonderzeichen und beinhaltet 2 Großbuchstaben. Sicherer und dennoch einfacher zu merken gehts vielleicht nicht mehr.

Aber wie merkt man sich so ein kompliziertes Passwort ganz ohne eine Softwarelösung? Den ersten Schritt habt Ihr bereits getan. Ihr habt das Passwort mit einer, für Euch wichtigen Person in Verbindung gebracht. Dann setzt Ihr, wie in diesem Beispiel die ersten zwei Buchstaben des Vornamens an den Anfang und die ersten beiden Buchstabens des Nachnamens an Ende. Das Namen immer Groß geschrieben werden, hilft Euch zu merken, dass die beiden Buchstaben A und C groß geschrieben werden. Das die Sonderzeichen direkt vor und nach einer Zahl, wie einem Datum stehen, ist leicht zu merken. Das war es auch schon.

Es geht noch sicherer und einfacher

Ein weiterer Trick, um ein Passwort noch schwerer entschlüsselbar machen zu können, besteht darin, nur die Vokale oder die Konsonanten einer Person oder eines Artikels zu verwenden. Deine Freundin, Dein Kollege, der Hacker weiß vielleicht, dass Charlie Chaplin Dein Lieblingsschauspieler ist. Niemand aber kommt darauf, dass Du entweder nur Vokale bzw. Konsonanten oder beides in einer bestimmten Kombination des Namens verwendest.

Ein Beispiele für ein Passwort, dass entweder nur aus den ersten Vokalen oder Konsonanten eines Namens, seinem Geburtsort und seinem bekanntestem Film entstanden ist.

  • Passwort, jeweils aus den ersten Vokalen des Vor- und Nachnamens, dem Geburtsort, Geburtsdatum und dem bekanntesten Film: Aa<16.4.89>oa
    1. Name: Charlie Chaplin
    2. Geburtsdatum: 16.4.89
    3. Geburtsort: London
    4. Bekanntester Film: Tramp
  • Passwort aus jeweils ersten Konsonanten des Vor- und Nachnamens, dem Geburtsort, Geburtsdatum und dem bekanntesten Film: Cc<16.04.89>lt
    1. Name: Charlie Chaplin
    2. Geburtsdatum: 16.4.89
    3. Geburtsort: London
    4. Bekanntester Film: Tramp

Ihr seht an diesem Bespiel, dass es nicht einmal nahestehenden Personen oder Arbeitskollegen möglich ist, ein Passwort zu entschlüsseln, dass für Euch jedoch einfach zu kombinieren ist und schwer zu vergessen ist.

Noch sicherer, ohne es dennoch zu vergessen

Aber es geht noch sicherer, ohne das ein Passwort dabei kompliziert wird: Wer für jeden Anbieter ein eigenes Passwort verwendet, der fügt die ersten zwei Vokale oderKonsonanten des Anbieters, wie z.B. Ebay (Ea), Amazon (Aa), 1&1 oder Apple (Ae) hinter den Buchstaben des Vornamens Eurer favorisierten Person bzw. einem Lieblingstitel ein. Das ist noch einmal ein Schritt sicherer. Denn wollt Ihr vermeiden, dass ein Passwort in falsche Hände fällt, weil Ihr auf einen dubiosen Anbieter hereinfallen könntet, dann ist diese folgende Variante nahezu nicht zu knacken.

So wird aus Aa<16.4.89>oa (Vokale und Geburtsdatum von Charlie Chaplin, aus dem obigen Beispiel) das folgende Passwort: AaEa<16.4.89>oa. Es werden demnach die Konsonanten für Ebay hinter den Konsonanten des Namens einer Person gestellt. Wem das zu lang ist, der Begrenzt alle Passwörter einfach auf 10 Zeichen, indem die letzten Zeichen bis auf die 10 verbleibenden Zeichen entfernt werden. So wird aus Aaea<16.4.89>oa das Passwort Aaea<16.4. Ein Sonderzeichen sollte immer verwendet werden. Es sind dennoch Sonderzeichen, Großbuchstaben und Ziffern enthalten.

Fazit: Um ein sicheres Passwort nutzen zu können, dass man sich dennoch leicht merken kann, ist keine Software und kein zusätzliches Tool erforderlich. Jede zusätzlich installierte Software belastet nur unnötig Euer Betriebssystem. Zudem kann niemand garantieren, dass so eine Software, zur Nutzung und Verwaltung von Passwörtern nicht ebenfalls Sicherheitslücken hat. Da ist es doch einfacher und sicherer, mittels einer einfachen Lösung ein Passwort in sein Gedächtnis zu schmieden.

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