Ich hab irgendwann gemerkt, dass mein Stundenlohn mich arm macht. Klingt hart, war aber so. Ich arbeitete mich kaputt, kam aber nie richtig vorwärts. Bis ich die verschiedenen Preismodelle mal wirklich auseinandergepflückt habe – und mein Geld endlich für mich arbeiten ließ.
Warum dein Preismodell über Erfolg oder Misserfolg entscheidet
Du kannst das beste Talent der Welt sein. Wenn du falsch abrechnest, läufst du auf der Stelle. Viele unterschätzen, wie sehr das Preismodell die Wahrnehmung ihrer Arbeit beeinflusst. Hinter jedem Euro steckt ein Signal, das du an deine Kundschaft sendest. Eine vertiefende Betrachtung zu wirtschaftlicher Planung findest du auch in der Kosten- und Leistungsrechnung für Freelancer.
Wenn du zu günstig bist, wirkst du unsicher. Wenn du zu teuer bist, nehmen dich manche gar nicht mehr ernst. Und wenn du keine klare Struktur hast, verlierst du Zeit, die eigentlich bezahlt werden sollte.
Ich hab all die Modelle getestet – Stunden, Pauschalen, Retainer, Erfolgshonorare. Und ich sag dir, jedes hat seine eigenen Stolperfallen. Lass uns das Ding Stück für Stück auseinandernehmen.
Das Stundenhonorar: Einfach, aber oft fies zu dir selbst
Das ist der Klassiker. Du nennst einen Stundensatz und rechnest am Monatsende die gearbeiteten Stunden ab. Klingt fair, ist es aber oft nicht. Du verkaufst schließlich nicht deine Zeit, sondern dein Wissen und dein Ergebnis. Zeit ist nur die Verpackung.
Vorteile:
- Einfach erklärbar. Jeder versteht den Deal: Zeit gegen Geld.
- Praktisch, wenn Projekte offen oder unklar sind.
- Flexibel. Du kannst hochrechnen, wie viel du im Monat brauchst.
Nachteile:
- Du verdienst weniger, wenn du effizient arbeitest.
- Der Kunde guckt ständig auf die Uhr und fragt, was du gemacht hast.
- Kein Spielraum für echten Wert, den du lieferst.
Ich hab mal für einen Kunden in zwei Stunden etwas gebaut, wofür er selbst drei Tage gebraucht hätte. Wollte ich 200 Euro für zwei Stunden abrechnen, oder 1.000 für das Ergebnis, das ihn drei Tage rettet? Da fängt’s an: Wert schlägt Zeit. Immer.
Pauschalpreise: Freiheit und Druck gleichzeitig
Pauschalen sind sexy, weil sie klar und unkompliziert sind. Der Kunde weiß, was er zahlt. Du weißt, was du kriegst. Aber wehe, du verschätzt dich. Ich erinnere mich an ein Projekt, das ich für 800 Euro angeboten hatte. Am Ende saß ich 40 Stunden dran. Mein Stundenlohn war ein Witz. Ich hab draus gelernt.
Vorteile:
- Planungssicherheit für beide Seiten.
- Du kannst mit Effizienz richtig gut verdienen.
- Ideal für wiederkehrende Aufgaben oder klar definierte Projekte.
Nachteile:
- Wenn du dich verschätzt, arbeitest du effektiv gratis.
- Bei Kundenänderungen bröckelt das Modell sofort.
- Oft unterschätzt man die eigene Zeit für Kommunikation und Anpassung.
Mein Tipp: Baue einen kleinen Puffer ein. Wenn du denkst, du brauchst zehn Stunden, kalkuliere zwölf. Kunden schätzen realistische Aussagen. Und du bleibst fair zu dir. Wenn du regelmäßig Webprojekte betreust, kann dir dieser Vergleich helfen: Elementor vs Divi – welcher Page Builder macht wirklich den besseren Job?
Retainer-Modelle: Dein Mini-Abo für Sicherheit
Der Retainer – monatliche Pauschale für ein festes Kontingent. Klingt nach Wellness für dein Konto. Kein ständiges Neukundenrennen, dafür kontinuierliche Einnahmen. Ich hab damit irgendwann angefangen, als ich gemerkt hab, dass ich lieber mit fünf festen Kunden arbeite statt mit fünfzig einmaligen.
Vorteile:
- Stabile Einnahmen.
- Langfristige Beziehung zum Kunden.
- Planbare Arbeitsmenge.
Nachteile:
- Manchmal wird’s monoton, weil du immer wieder Ähnliches lieferst.
- Du bindest Zeit, die du nicht spontan anders nutzen kannst.
- Zu niedrige Retainer rauben dir Motivation.
Ich sag’s mal ehrlich: Für mich war das Retainer-Modell ein Gamechanger. Ich kann mein Monatseinkommen halbwegs vorausahnen. Und das Gefühl, nicht bei Null zu starten, ist unbezahlbar.
Erfolgshonorar: Risiko trifft Belohnung
Das klingt aufregend. Du wirst bezahlt, wenn das Ergebnis stimmt. Das kann richtig lukrativ werden, wenn du gute Hebel kennst. Ich hab einmal mit einem Kunden gearbeitet, dessen Umsatz stark von meinem Text abhängen sollte. Wir vereinbarten eine Umsatzbeteiligung. Am Ende war das mein bestes Projekt ever.
Vorteile:
- Hohe Gewinnchancen, wenn du wirklich Einfluss auf das Ergebnis hast.
- Kunde und Freelancer ziehen am selben Strang.
- Du kannst dein Know-how endlich richtig vergolden.
Nachteile:
- Du trägst das Risiko, dass der Erfolg ausbleibt – auch wenn du gut arbeitest.
- Erfordert Vertrauen und transparente Daten vom Kunden.
- Nichts für unklare Projektziele.
Wenn du deinen Einfluss genau kennst, kann das Modell ein Jackpot sein. Wenn nicht, endet es im Frust. Ich nutze es nur, wenn Ziele eindeutig messbar sind. Klicks, Conversions, Umsatz – sonst ist Ärger vorprogrammiert.
Mischmodelle: Warum oft die Kombi gewinnt
Irgendwann hab ich gelernt, dass kein Modell allein perfekt ist. Ich baue lieber Kombinationen. Zum Beispiel eine Grundpauschale mit einem Erfolgsteil oben drauf. Oder einen Retainer mit Zusatzstunden für kreative Eskalationen. Falls du dich fragst, wie du langfristig gelassen bleibst, lies gern Wenn der Kunde kocht: So bleib ich als Freelancer ruhig und zieh das Projekt trotzdem durch.
Das nimmt Druck raus und schafft Spielraum. Viele Freelancer trauen sich das nicht, weil sie denken, Kunden wollen reine Klarheit. Aber hey, wir sind Dienstleister, keine Automaten. Modelle dürfen flexibel sein – solange sie klar erklärt sind.
Wertbasierte Preise: Der Profi-Modus
Jetzt wird’s spannend. Wertbasierte Preise bedeuten, du rechnest nicht nach Zeit oder Aufwand ab, sondern nach dem Wert, den du schaffst. Das klingt nach Berater-Sprech, ist aber pure Gerechtigkeit. Wenn du ein Ergebnis lieferst, das deinem Kunden 10.000 Euro bringt, sind 2.000 Euro Honorar fair – selbst wenn du nur zwei Stunden brauchst. Einen spannenden Ansatz zur Preisgestaltung findest du im Artikel AI-as-a-Service anbieten: So bepreist und verkaufst du deine KI.
Vorteile:
- Endlich wirst du für den Einfluss bezahlt, nicht für Minuten.
- Dein Einkommen steigt mit deiner Erfahrung.
- Der Kunde denkt in Nutzen, nicht in Aufwand.
Nachteile:
- Viel Kommunikationsarbeit, um den Wert greifbar zu machen.
- Schwierig bei Kleinstprojekten oder unsicheren Rahmenbedingungen.
Ich nutze das Modell immer öfter. Es ist ehrlich, transparent und langfristig das, was wahres Wachstum möglich macht. Wert schlägt Aufwand – das gilt in fast jeder Branche.
Wie du dein eigenes Preismodell findest
Jeder Freelancer hat andere Stärken. Manche lieben klare Struktur, andere brauchen Flexibilität. Wichtig ist, dass dein Modell zu deinem Alltag passt. Wenn du gerne an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitest, ist vielleicht eine Kombination aus Pauschale und Retainer ideal. Lies dir dazu gern auch Eigene Elementor-Widgets entwickeln – so leicht war das noch nie durch, um deine Arbeitsweise noch besser zu strukturieren.
Wenn du lieber auf Wachstum setzt, teste wertbasierte Ansätze. Kein Modell passt ewig. Preise dürfen mit dir wachsen. Ich ändere meine Struktur regelmäßig. Je mehr Erfahrung, desto mehr Feinschliff. Und ja, manchmal schiebe ich eine Preiserhöhung einfach ein, weil ich weiß, dass mein Wert gestiegen ist.
Ein wichtiger Punkt: Kommuniziere immer offen. Kunden spüren sofort, ob du sicher bist. Wenn du weißt, was du wert bist, brauchst du weniger Rechtfertigung. Und Interessenten merken den Unterschied.
Die Sache mit der Profitabilität
Profitabel zu sein hat nichts mit Glück zu tun. Es ist das Ergebnis von klaren Entscheidungen. Preis ist Strategie, kein Zufall. Wenn du deinen Preis mit Bedacht wählst, lenkst du dein Business in eine Richtung, die sich wirklich lohnt. Mehr dazu erfährst du auch in der Deckungsbeitragsrechnung.
Ich habe mir irgendwann den festen Satz gesagt: Ich verkaufe keine Zeit, ich verkaufe Ergebnisse. Seitdem klingen meine Gespräche anders. Ich rede über Wirkung, nicht über Minuten. Und das zieht die richtigen Kunden an.
Wenn du an dieser Stelle noch zweifelst, was zu dir passt, probier’s aus. Ein Preismodell ist keine Heirat. Du kannst anpassen, lernen, umstellen. Wichtig ist nur, dass du bewusst entscheidest, nicht aus Gewohnheit.
Fazit: Pass dein Modell deinem Leben an, nicht andersrum
Preismodelle sind wie Schuhe. Was dem einen passt, drückt beim anderen. Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen Kalkulation, Bauchgefühl und Mut. Ich hab viele Prozent Fehlergeld bezahlt, bis ich den Dreh raus hatte. Heute läuft’s entspannter – und das Konto dankt’s mir.
Wenn du seriös deine Profitabilität steigern willst, schau dir mal neu-protec an. Ich hab da einige Strategien gesehen, die genau das unterstützen, was Freelancer heute brauchen: Struktur, Effizienz und flexible Planung.
Also, rechne nochmal ehrlich durch. Schnapp dir deinen Kalender, setz dich mit Kaffee hin und frag dich: Für was will ich wirklich bezahlt werden – für meine Zeit oder für meinen Wert?
Mein Rat nach Jahren im Business: Trau dich, deine Preise zu leben. Alles andere ist verschenktes Potenzial.













