Ich sag’s direkt: Headless CMS klingt wie ein Monster aus der IT-Hölle. Ist es aber nicht. Es ist einfach WordPress ohne diese eine Sache, die viele immer nervt – den Ballast drumrum. Ich habe mich da mal reingehangen, weil ich wissen wollte, ob das wirklich so geschmeidig läuft, wie alle behaupten. Und ja, das tut es. Wenn man’s richtig macht.
Was „Headless CMS“ überhaupt bedeutet
Ein klassisches CMS wie WordPress liefert automatisch den ganzen Kram mit – Inhalte, Themes, Layout. Du klickst dir eine Seite zusammen, alles sitzt an seinem Platz. Schön einfach. Aber: Wenn du eine App bauen willst oder eine Website mit ganz individuellen Funktionen, wird das System schnell schwerfällig. Genau da kommt das Headless-Konzept ins Spiel. Mehr dazu erfährst du in diesem Beitrag über Headless CMS – was ist das?.
Headless bedeutet: das CMS verwaltet die Inhalte, aber kümmert sich nicht mehr darum, wie sie angezeigt werden. Der Kopf, also das Frontend, sitzt woanders. In unserem Fall ist das Next.js. Das ist ein JavaScript-Framework, das mit React arbeitet und Seiten verdammt flott macht. Ich mag’s, weil man es mega flexibel einsetzen kann. Statt den WordPress-Code zu verbiegen, baust du einfach dein Frontend so, wie du’s brauchst.
Wie WordPress ins Spiel kommt
Dass WordPress sich als Headless-Version eignet, liegt auf der Hand. Millionen nutzen es, es ist stabil, vertraut und Open Source. Du kannst also weiterhin im Admin-Panel deine Texte, Bilder und Kategorien anlegen, aber die Ausgabe wird über eine API bereitgestellt. Diese Schnittstelle nennt sich REST API. Über sie holt sich Next.js später alle Inhalte rein und zeigt sie so an, wie du’s vorgesehen hast.
Das heißt, du trennst Inhalt und Design sauber voneinander. Redakteure tippen Beiträge ein, Entwickler basteln an der Oberfläche, und keiner tritt dem anderen auf die Füße. Wenn ich ehrlich bin, das ist der eigentliche Charme daran. Jeder kann das tun, was er am besten kann.
Warum diese Trennung Gold wert ist
Ich hab einmal ein Projekt betreut, da war das Frontend so altbacken, dass jedes Update zum Abenteuer wurde. Wir wollten ein neues Design, aber das CMS hing überall tief drin. Das hat Wochen gefressen. Danach hab ich mir geschworen: nie wieder so ein Kuddelmuddel. Mit einer Headless-Struktur hätt’s das Problem nicht gegeben. Interessant dazu: Warum SVGs dein WordPress schneller machen und trotzdem gestochen scharf bleiben.
Wenn du WordPress als reine Content-Quelle nutzt, kannst du das Frontend komplett neu denken, ohne am CMS rumzupfuschen. Egal ob du eine Website, App oder Infotafel bauen willst – deine Inhalte kommen immer aus derselben Quelle. Das spart Zeit, Geld und graue Haare. Und Skalieren? Ein Traum. Du kannst mehrere Frontends anbinden, vom Shop bis zur App, ohne doppelte Pflege.
Next.js – der flinke Kopf über WordPress
Next.js ist wie dieser Freund, der immer alles im Griff hat. Er baut dir Webseiten, die so schnell laden, dass du dich fragst, warum du dich je mit herkömmlichem WordPress-Theme-Overkill abgegeben hast. Das Framework bietet Server-Side Rendering (SSR) und statische Generierung. Klingt technisch, bedeutet aber: deine Seiten sind ultraschnell, SEO freut sich, und Nutzer auch.
Ich hatte anfangs Respekt vor der Einrichtung. Dann hab ich mir ein Wochenende genommen, Kaffee gemacht und losgelegt. Nach ein paar Stunden stand das Grundgerüst: WordPress liefert die Inhalte per API, Next.js rendert sie – fertig. Und das Schöne: Wenn du ein bisschen JavaScript kannst, kannst du gleich losbasteln. Lies auch, wie andere Frameworks integriert werden können, etwa bei Integration von SvelteKit in Headless WordPress – Kinsta®.
Die Verbindung zwischen WordPress und Next.js
Damit WordPress und Next.js miteinander reden, brauchst du keine Magie, nur saubere Schnittstellen. Über die REST API (oder wahlweise GraphQL, wenn du es etwas eleganter magst) zieht sich Next.js die Inhalte. WordPress bleibt das Redaktionssystem im Hintergrund, während Next.js das Gesicht nach außen ist.
Ein einfaches Beispiel: Du schreibst im WordPress-Backend einen Blogpost. Der landet in der Datenbank. Next.js fragt per API nach, bekommt den Text, das Titelbild und vielleicht noch die Kategorie und zeigt alles blitzschnell im gewünschten Layout. Änderungen am Inhalt sind sofort sichtbar, das Frontend bleibt komplett unabhängig.
Die Sache mit dem Styling
Wenn du sonst mit WordPress arbeitest, bist du Themes gewohnt. Mit Next.js ist das anders. Du gestaltest komplett frei. CSS, Tailwind, Styled Components – was du magst, geht. Ich finde das befreiend, weil du wirklich alles unter Kontrolle hast. Kein komischer Theme-Code mehr, keine aufgeblähten Plugins. Einfach Code und Ideen.
Natürlich bedeutet das mehr Verantwortung. Du musst dich ums Styling selbst kümmern, und du brauchst einen Entwickler, der weiß, was er tut. Aber genau das macht Projekte wieder spannend. Die Zeit der Einheits-WordPress-Seiten ist dann endgültig vorbei.
Vorteile eines Headless-Setups
- Performance: Seiten laden rasend schnell, weil das Frontend leichtgewichtig ist.
- Sicherheit: Das Backend ist vom Frontend getrennt, Angriffe werden schwieriger.
- Flexibilität: Inhalte lassen sich in verschiedenen Kanälen wiederverwenden.
- Skalierbarkeit: Egal ob Website, App oder API-Zugriff – dieselbe Basis.
- Unabhängigkeit: Änderungen am Design beeinflussen den Content nicht.
Wann sich der Aufwand lohnt
Wenn du nur eine kleine Visitenkarte im Netz brauchst, dann bleib beim normalen WordPress. Ehrlich. Aber sobald du mehr willst – komplexe Seiten, mobile Apps, dynamische Projekte – ist ein Headless-Setup dein Freund. Ich hab in solchen Projekten schnell gemerkt, dass die Investition anfangs etwas höher ist, sich aber langfristig doppelt lohnt.
Wenn dein Team aus Entwicklern und Redakteuren besteht, ist die Arbeitsteilung ein Traum. Die einen bauen, die anderen schreiben, keiner kommt sich in die Quere. Und Updates am Frontend? Kein Problem. Deine Inhalte sind ja sicher im CMS. Das ist, als würdest du die Karosserie deines Autos wechseln, während der Motor weiterläuft.
Die Rolle von APIs – das schlagende Herz
APIs sind im Headless-System das, was Nerven im Körper sind: sie übertragen Informationen. Das WordPress-Backend liefert über die REST API deine Inhalte aus. Next.js ruft sie ab und zeigt sie hübsch an. Du kannst dieselben Daten sogar für Alexa-Skills, mobile Apps oder Digital-Signage-Projekte verwenden. Das ist wie ein Content-Hub, der sich nicht beirren lässt, egal wohin du ihn schickst.
Ich war anfangs skeptisch, ob die Performance wirklich so stabil bleibt, wenn API-Aufrufe dazukommen. Aber mit Next.js läuft das erstaunlich flink. Besonders, wenn man statische Seiten generiert, die sich bei Änderungen automatisch erneuern. Die Nutzer merken kaum, dass sie gerade eine hochmoderne Struktur im Hintergrund haben.
Wie du dein erstes Setup startest
Wenn du neugierig geworden bist: Der Weg ist einfacher, als er klingt. Du brauchst ein WordPress, das öffentlich über die REST API erreichbar ist, und ein frisches Next.js-Projekt. Next zieht sich dann deine Inhalte über fetch- oder Axios-Aufrufe. Dann legst du Templates an, gestaltest sie nach Geschmack, fertig.
Klingt easy, wird’s aber erst richtig mit ein bisschen Übung. Ich hab am Anfang zu viel im API-Response rumgefummelt und mir fast die Struktur zerschossen. Also kleiner Tipp: Lieber einmal mehr planen, bevor du Code schreibst. Und Git ist dein Freund, glaub mir. Eine stabile Entwicklungsumgebung hilft dabei – siehe LocalWP vs DevKinsta – So baue ich Webseiten sicher auf meinem Rechner.
SEO und Headless – kein Widerspruch
Viele denken, dass SEO bei Headless-Websites leidet. Blödsinn. Next.js kann Seiten serverseitig rendern, was Suchmaschinen lieben. Wenn du deine Meta-Tags, Titel und Open-Graph-Daten sauber auslieferst, merkt Google keinen Unterschied. Im Gegenteil, durch die bessere Performance steigt oft sogar das Ranking.
Ich hab das selbst getestet. Eine Seite, die vorher über vier Sekunden brauchte, war nach dem Headless-Umstieg unter zwei. Das war nicht nur schön zu sehen, sondern hat auch direkt messbar mehr Besucher gebracht. Und ja, das freut nicht nur Entwickler, sondern auch Marketing-Leute, die auf Zahlen stehen.
Fazit: Warum ich Headless nicht mehr missen will
Für mich ist Headless CMS wie der Wechsel vom alten Nokia auf ein modernes Smartphone. Du hast plötzlich Freiheiten, die du vorher gar nicht vermisst hast. Aber wenn du sie einmal erlebt hast, willst du nicht zurück. WordPress bleibt ein vertrautes Backend, aber mit Next.js als Frontend wird daraus eine Maschine, die richtig Spaß macht.
Wenn du dein Unternehmen also digital nach vorn bringen willst, schau dir das Konzept genauer an. Oder lass dich beraten, wie du effizient, sicher und flexibel dein System aufbauen kannst. Schau dir zum Beispiel neu-protec an – dort findest du gute Ansätze für moderne digitale Architekturen. Das kann dir helfen, die richtige Richtung einzuschlagen, bevor du kopfüber loslegst. Weitere Inspiration bietet auch Alle Blog Posts von NETNODE AG.
Am Ende zählt, dass du deine Inhalte frei bewegen kannst, egal wo sie landen sollen. Headless ist kein Hype, sondern schlicht logisch. Und wer einmal damit gearbeitet hat, fragt sich nicht mehr, ob es funktioniert, sondern warum er das nicht schon früher gemacht hat.













