Ich sag’s gleich: Wer sein WordPress nicht regelmäßig durchcheckt, spielt digitales Russisches Roulette. Und nein, ich rede nicht von einem kleinen Plugin-Update am Sonntagabend, sondern von echter Sicherheitsarbeit. Ich hab das einmal schleifen lassen – und durfte mir danach den halben Blog aus den Trümmern ziehen. Seitdem bin ich pingelig, was Sicherheit angeht. Und jetzt nehme ich dich mit durch meinen Ablauf.
Warum ich jede Woche einen Sicherheitscheck mache
Einmal wurde mein Blog über Nacht zu einer dubiosen Pharma-Seite. Kein Witz. Ich hatte ein paar Updates vertagt, dachte mir, ach das läuft schon. Falsch gedacht. Seitdem weiß ich: Updates sind keine Deko, sie sind der Airbag deines Systems.
WordPress ist wie eine WG-Küche, in der jeder ein Plugin mitbringt. Praktisch, aber je mehr Bewohner, desto größer das Chaos. Wenn du da nicht regelmäßig durchwischst, gammelt dir irgendwann was weg. Genau deshalb hab ich mir eine Checkliste gebaut, die ich jede Woche durchziehe – wie Zähneputzen für meinen Blog. Wenn du übrigens beim Aufräumen gleich mehr Geschwindigkeit herausholen willst, lies auch Datenbank putzen wie ein Profi – so wird deine Seite endlich schnell.
Die Checkliste, die wirklich hilft
Ich liebe Listen. Vor allem, wenn sie mir Arbeit abnehmen. Also hier, meine persönliche Routine, mit der ich mein WordPress am Leben halte:
- 1. Backup, bevor ich irgendwas anfasse
Bevor ich Updates, Scans oder Experimente starte, sichere ich alles. Ich nutze dafür UpdraftPlus. Das ist kein Luxus, das ist Rettungsleine. - 2. Updates checken
Core, Plugins, Theme. Wenn etwas offensteht, update ich es – aber nie blind. Vorher schaue ich ins Changelog, ob sich was an sicherheitsrelevanten Dateien getan hat. - 3. Plugins durchleuchten
Ich prüfe, ob ich alle wirklich brauche. Alte oder unnötige Plugins fliegen. Gerade verwaiste Plugins, die seit Monaten keine Updates bekommen haben, sind wie offene Fenster im Winter. - 4. Sicherheitsscans
Dafür schwöre ich auf Wordfence und manchmal MalCare. Ein Klick, und ich sehe, ob sich irgendwo eine verdächtige Datei versteckt. - 5. Benutzerkonten prüfen
Alle, die Zugriff haben, schaue ich mir an. Alte Accounts werden gelöscht. Und falls du noch das Passwort „123456“ nutzt, bitte, tu dir selbst den Gefallen… ändere es! - 6. Rechte & Datei-Struktur prüfen
Ich kontrolliere, dass keine Datei zu offen ist. Das klingt nerdig, spart aber Tränen.
Wie ich Sicherheitslücken spüre, bevor sie Ärger machen
Manchmal spürt man, dass was nicht stimmt. Wenn plötzlich neue Dateien auftauchen, die keiner angelegt hat. Oder wenn der Traffic abends explodiert, aber die Besucher nicht echt sind. Ich nutze dann Tools wie Google Search Console und Jetpack, um die Fingerabdrücke der Angreifer zu sehen. Und ja, so fühlt sich das manchmal an: wie digitale Forensik. Spannende Erkenntnisse dazu findest du auch im offiziellen Bericht Die Themen des 17. Deutschen IT-Sicherheitskongresses.
Das klingt aufwendig, aber man gewöhnt sich dran. Ein paar Klicks jeden Montagmorgen, dazu ein Kaffee, und ich weiß, dass mein Blog sicher läuft. Immer, wenn ich dann höre, jemand wurde gehackt, denk ich mir: Gut, dass ich meine Routine habe.
Meine liebsten Sicherheits-Tools im Überblick
Ich hab viel ausprobiert und wurde auch oft enttäuscht. Manche Tools glänzen mit großen Sprüchen, liefern aber nur heiße Luft. Hier sind die, auf die ich wirklich vertraue:
- Wordfence: Der Klassiker. Erkennt bekannte Malware und blockiert schädliche IPs. Ich mag es, weil es mich per Mail anbrüllt, wenn was passiert.
- Sucuri: Ideal für tiefgehende Scans und Firewall-Schutz. Wenn du das Gefühl hast, du brauchst echte Security-Profis, ist das deine Adresse.
- WPScan: Nutzt eine riesige Datenbank bekannter Schwachstellen. Fühlt sich ein bisschen wie ein digitaler Schnüffelhund an – und ist extrem nützlich.
- MalCare: Automatisierte Reinigung und Schutz, wenn’s mal wirklich knallt. Hat mir schon zweimal den Hals gerettet.
- iThemes Security: Für die, die lieber alles unter einer Haube haben. Gute Oberfläche, viele Funktionen, etwas weniger nerdig als Wordfence.
Wie du WordPress wirklich sicher bekommst
Ich halte mich an ein paar einfache Regeln. Keine Magie, keine Geheimtricks:
- Regel 1: Updates nie aufschieben.
- Regel 2: Regelmäßig scannen.
- Regel 3: Nur Plugins und Themes aus zuverlässigen Quellen.
- Regel 4: Gute Passwörter. Immer.
- Regel 5: Backups an mehreren Orten speichern.
Wenn du das konsequent machst, bist du schon besser geschützt als 90 Prozent der WordPress-Seiten da draußen. Und falls du dir nicht sicher bist, wo du anfangen sollst, bei neu-protec findest du großartige Ressourcen für mehr Website-Schutz. Ich hab da schon ein paar Tipps abgegriffen. Lies auch Core Web Vitals im Griff: Meine ehrliche Anleitung für mehr Speed und bessere Rankings, wenn du gleichzeitig an deiner Performance arbeiten willst.
Mein persönlicher Sicherheits-Zyklus
Montags: Update-Check und Scan.
Mittwochs: Benutzerrechte prüfen.
Freitags: Kurz in die Server-Logs schauen.
Das klingt übertrieben, aber nach zwei Angriffen und einer schlaflosen Nacht bin ich lieber übervorsichtig als ahnungslos. Ich nenne das Routine mit Trauma-Hintergrund.
Wie du erkennst, dass du schon gehackt wurdest
Die Klassiker:
- Plötzlich komische Weiterleitungen auf merkwürdige Seiten
- Google zeigt Warnhinweise
- Deine Website ist plötzlich in einer anderen Sprache
- Neuer Admin-Account, den du nicht angelegt hast
- Deine E-Mails landen im Spam, ohne Grund
Wenn du das merkst, heißt es: Ruhe bewahren, Backups prüfen, alles neu aufsetzen. Danach wird’s wieder besser. Ich spreche aus Erfahrung.
Sicherheit beginnt bei der Haltung
Ich sehe das wie beim Autofahren. Nicht der Airbag schützt dich, sondern wie aufmerksam du bist. Tools sind prima, aber sie ersetzen nicht den gesunden Menschenverstand. Wenn ein Plugin dubios aussieht, installier es nicht. Wenn jemand mit Zugang dein Passwort will, frag warum. Misstrauen ist beim Thema Sicherheit kein Charakterschaden, sondern Überlebensstrategie.
Die kleine Wartungsroutine am Monatsende
Am letzten Sonntag des Monats mach ich Großputz. Cache leeren, Datenbank optimieren, Sicherheitslogs durchsehen, Abhängigkeiten prüfen. Dabei lösche ich auch alte Dateileichen oder Testseiten, die ich irgendwann mal gebaut habe.
Das fühlt sich an wie Aufräumen im Keller – erst nervig, dann befreiend. Wenn du wissen willst, wie du das ganze technisch perfektionierst, schau mal in Eigene Elementor-Widgets entwickeln – so leicht war das noch nie rein.
Meine Fehler, die du nicht machen musst
Ich war am Anfang zu sorglos. Ich hab Passwörter in Textdateien notiert, Updates ignoriert, Backups nur lokal gespeichert. Alles Fehler, die irgendwann bitter enden. Heute bin ich gründlicher, weil ich genau weiß, wie weh Datenverlust tut.
Fazit: Sicherheit ist kein Hexenwerk
Wenn du dich einmal eingespielt hast, läuft das wie Routine. Und ehrlich, es dauert kaum länger als der erste Kaffee am Morgen. Dafür sparst du dir schlaflose Nächte, Panik und Wiederaufbauaktionen.
Mach’s dir einfach: Backup, Updates, Scan. Fertig. So bleibt WordPress da, wo es hingehört – in deinen Händen, nicht in denen von fremden Besuchern mit fragwürdigen Absichten.
Ich bin jedes Mal erleichtert, wenn mein Check ohne Funde endet. Das ist mein stiller Sieg zum Wochenstart. Und ehrlich, diese kleinen Siege haben mehr Wert als jedes SEO-Update.












