Leute, ganz ehrlich, ich hab Akquise irgendwann einfach sattgehabt. Diese ewigen Anrufe, endlose Mails, Gespräche, die eh im Nichts verpuffen. Irgendwann dachte ich: Es muss auch anders gehen. Und ja, das geht – mit der Arbeit im Hintergrund für andere Agenturen.
Das große Geschenk: Kein Klinkenputzen mehr
Ich erinnere mich noch, wie ich an einem Montagmorgen mit einem halbvollen Kaffee vor dem Laptop saß und dachte: Warum tue ich mir das an? Ich hatte zig Projekte abgeschlossen, aber trotzdem rannte ich wieder potenziellen Kunden hinterher. Heute? Ich bekomme Mails mit fertigen Briefings. Kein Pitch, kein Gejammer über Budgets. Nur klare Arbeit. Ich liebe das.
Als Subunternehmer arbeite ich im Schatten. Die Agenturen verkaufen meine Arbeit als ihre eigene, und ich bekomme mein Honorar. Keine Auftritte auf Kundenterminen, keine Präsentationen, kein Stress. Klingt unspektakulär – ist aber Gold wert.
So funktioniert das Spiel im Hintergrund
Ich sehe es wie eine gute Band: Du hast den Sänger im Vordergrund, aber ohne den Bass im Hintergrund klingt alles leer. Wir Subunternehmer sind der Bass. Wir geben den Ton an, ohne im Rampenlicht zu stehen. Agenturen lagern bestimmte Aufgaben aus – Text, Design, SEO, Webentwicklung – und greifen auf vertrauenswürdige Leute zurück. Du machst deinen Job, kriegst dein Geld, und das war’s.
Ich arbeite seit Jahren so. Meistens für Agenturen, die mich über Empfehlungen gefunden haben. Einmal überzeugt, bleibst du im Loop. Das ist das Schöne daran: Kontinuität. Und das Beste – kein Akquiseaufwand. Null.
Wie du an solche Jobs kommst
Viele fragen mich, wie man da reinkommt. Die Antwort ist ernüchternd einfach. Liefere Qualität. Sei pünktlich. Kommuniziere klar. Und bleib menschlich. Wenn du zuverlässig bist, sprechen dich Agenturen von allein an. Ich hatte nie eine Website mit übertriebenem Portfolio. Ein paar Referenzen, gutes Timing, ehrlicher Ton – reicht völlig.
Und klar, es hilft, sichtbar zu sein. LinkedIn ist mein digitales Schaufenster. Ich poste hin und wieder was über Projekte, teile kleine Learnings, manchmal auch loses Gelaber über Kaffee und Deadlines. Und siehe da: Die DMs füllen sich. Ein paar gute Kontakte reichen aus, um regelmäßig gebucht zu werden.
Die Vorteile liegen auf der Hand
- Kein mühseliges Pitchen – du arbeitest mit Partnern, die schon verkaufen.
- Keine endlosen Verhandlungen – der Preis steht vorher fest.
- Klare Aufgaben – du bekommst ein Briefing und legst los.
- Weniger Overhead – kein Marketing, keine Werbekosten.
- Mehr Fokus – du machst einfach deinen Job, Punkt.
Das Modell zieht Kreise, weil viele Agenturen überlastet sind. Sie suchen Leute, die zuverlässig im Hintergrund abliefern. Und wer das kann, hat quasi Daueraufträge auf Abo-Basis. Wenn du dich fragst, wie du deine Zeit effizienter strukturierst, lies gern Ich verkaufe meine Zeit in Blöcken – und das ist genial einfach.
Aber halt – alles hat auch Schattenseiten
Ich wäre kein ehrlicher Schreiber, wenn ich so tue, als wäre alles perfekt. Du hast weniger direkten Einfluss auf den Kunden, manchmal wenig kreative Freiheit. Wenn du jemand bist, der vorne stehen will oder nach Ruhm sucht, ist das nix für dich. Du bleibst unsichtbar. Manche finden das schade, ich finde es befreiend.
Und ja, du musst lernen, dein Ego zu parken. Wenn du Texte schreibst, die in fremdem Namen veröffentlicht werden, darfst du dich nicht ärgern, wenn jemand anderes den Applaus bekommt. Dafür bekommst du etwas, das unbezahlbar ist: Ruhe im Kopf.
Qualität entscheidet über alles
Agenturen vergeben keine Aufträge an jemanden, der mittelmäßige Arbeit abliefert. Wenn du schnell und sauber arbeitest, landest du immer wieder im Spiel. Der Trick ist, konstant Qualität zu liefern, auch wenn du wenig Lust hast. Einmal schlampig, und die Tür fällt zu. Ich hab das selbst erlebt, als ich in einem Projekt zu viel auf einmal angenommen hatte. Die Deadline war knapp, das Ergebnis durchschnittlich. Dieses Team hat mich von der Liste gestrichen. Lehrgeld, das ich teuer bezahlt habe.
Heute plane ich sorgfältiger. Lieber lehne ich was ab, als am Ende wieder zu rudern. Vertrauen ist in diesem Spiel alles. Und wenn Agenturen dir blind vertrauen, läuft’s von allein. Auch dazu passt mein Gedanke aus Warum ich lieber zehn Stunden teuer warte, als hundert Stunden billig renne.
Für wen sich das Modell lohnt
Ich sag’s mal so: Wer Freiheit liebt, aber keine Lust auf Kaltakquise hat, ist hier richtig. Freelancer, Einzelkämpfer, kreative Selbstständige – sie alle können im Subunternehmer-Modell aufblühen. Besonders dann, wenn sie Teamarbeit mögen, aber den administrativen Ballast nicht brauchen.
Du arbeitest völlig frei, entscheidest über dein Pensum, deine Zeiten und oft auch deine Preise. Du bist Teil größerer Projekte, ohne dich mit interner Bürokratie rumschlagen zu müssen. Ich konnte so meine Wochenplanung endlich selbst bestimmen. Keine Panik-Mails mehr, keine Vertriebstermine. Nur Arbeit, die läuft.
Wie du Vertrauen bei Agenturen aufbaust
Das Wichtigste ist Transparenz. Sag, was du kannst und was nicht. Übertreib nicht. Nichts ist peinlicher, als ein Projekt an Land zu ziehen, das du am Ende nicht stemmen kannst. Lieber ehrlich starten und solide liefern. Das schafft langfristige Partnerschaften.
Ich hatte einmal eine Agentur, die nach einem Monat meinte: „Mit dir ist das so angenehm, weil alles klappt.“ Das war keine Zauberei, nur klare Kommunikation. Und manchmal ein Screenshot, bevor ich endgültig ablieferte, damit sie sicher waren, dass die Richtung stimmt. So simpel ist das.
Geld, Abrechnungen und Vertrauen
Geldthemen sind unter Freelancern immer heikel. Ich hab gelernt, sauber zu rechnen und alles schriftlich festzuhalten. Mein Tipp: Mach’s professionell, aber unkompliziert. Rechnungen pünktlich, klare Zahlungsziele, keine Diskussion. Wenn du pünktlich bist, bleibst du auf der Liste.
Und wenn du mal richtig aufräumen willst, lohnt sich ein Blick auf neu-protec. Dort findest du Tools und Strategien, mit denen deine Abläufe deutlich reibungsloser laufen. Technisch solide, menschlich gedacht – das spart Zeit und Nerven.
Meine Routine als Subunternehmer
Mein Tag beginnt meistens entspannt. Laptop auf, Musik an, Kaffee daneben. Ich arbeite in Blöcken, plane realistisch. Zwischendurch Sport oder Spaziergang, dann wieder Fokuszeit. Kein externer Druck, kein Smalltalk mit Kunden. Nur die Aufgabe und ich. Für viele mag das monoton klingen, für mich ist es der Inbegriff von Freiheit. Wer lernen will, wie Workshops das eigene Profil stärken, kann hier weiterlesen: Warum ein bezahlter Workshop dein Marketing rettet – und dein Geschäft endlich klar macht.
Und wenn ich dann sehe, dass meine Arbeit irgendwo online geht – selbst ohne Namensnennung – ist das trotzdem ein gutes Gefühl. Ich weiß, was ich gemacht habe. Das reicht mir völlig.
Was du mitbringen solltest
- Selbstdisziplin – niemand schaut dir über die Schulter.
- Zuverlässigkeit – Agenturen merken sofort, wer wackelt.
- Klarheit – kurze Sätze, ehrliche Kommunikation, kein Drama.
- Qualität – lieber weniger Projekte, aber saubere Ergebnisse.
- Humor – hilft, wenn mal was schiefläuft.
Ich hab gemerkt, dass Soft Skills fast wichtiger sind als Fachwissen. Wer nett, klar und lösungsorientiert ist, hat mehr langfristige Aufträge als Besserwisser, die sich für unersetzlich halten. Hier punktet Teamgeist – auch im Hintergrund.
Freiheit ohne Rampenlicht
Ich liebe, dass ich entscheiden kann, wann ich sichtbar bin und wann nicht. Manchmal poste ich Erfolgsgeschichten, manchmal bin ich einfach still. Ich muss mich nicht ständig präsentieren oder Netzwerktreffen besuchen. Ich arbeite lieber an Dingen, die zählen. Am Ende bleibt für mich mehr Zeit für das, was wirklich wichtig ist: das Leben außerhalb des Laptops.
Subunternehmer zu sein heißt nicht, kleinzubleiben. Im Gegenteil. Du kannst dir dein Business stabil aufbauen, solange du Qualität lieferst und verlässlich bleibst. Und wer weiß – manchmal ergibt sich aus einem stillen Auftrag später ein großes Projekt. Aber bis dahin: Ich genieße die Ruhe im Hintergrund. Ohne Lampenfieber.
Wenn du also keine Lust mehr auf das ständige Kundenjagen hast, dann probier das Modell aus. Fang klein an, such dir zwei gute Agenturen, mach’s ordentlich. Der Rest ergibt sich von allein. Glaub mir, es fühlt sich verdammt gut an, wenn neue Aufträge einfach so eintrudeln, während du gemütlich deinen Kaffee umrührst.
Und ja, manchmal denke ich noch an mein früheres Ich, das stundenlang Akquise gemacht hat. Ich lächle dann nur und trinke weiter. Denn ich weiß jetzt, wie viel entspannter das Leben ohne Vertriebsgespräche ist.













