Warum ich den Gutenberg-Editor liebe – und wie du damit beeindruckende Layouts baust

Warum ich den Gutenberg-Editor liebe – und wie du damit beeindruckende Layouts baust

Inhaltsverzeichnis

Erst hatte ich Angst vor all den Blöcken. Jetzt baue ich Webseiten wie ein Baumeister mit LEGO für Erwachsene. Gutenberg ist für mich kein simpler Texteditor mehr, sondern eine Spielwiese für Designideen, Strukturfanatiker und alle, die gerne pixelgenau denken.

Vom Skeptiker zum Fan – mein erster Kontakt mit Gutenberg

Ich erinnere mich noch an den Tag, als WordPress mir plötzlich „Gutenberg“ vorsetzte. Ich wollte nur schnell einen Blogartikel schreiben, aber plötzlich sah alles anders aus. Blöcke statt Editorfenster. Ich dachte, das sei ein Scherz. War’s aber nicht.

Nach ein paar wütenden Klicks begriff ich, dass Gutenberg keine Strafe ist, sondern eine Einladung. Eine Einladung, zu basteln, zu probieren, um aus Texten kleine visuelle Geschichten zu machen. Ich merkte, dass ich jetzt nicht mehr die Statik klassischer Themes ertragen musste. Ich konnte einfach… bauen. Und das macht bis heute süchtig.

Was Gutenberg wirklich kann – und was viele übersehen

Viele sehen im Gutenberg-Editor nur die „Text-mit-Bild“-Kombination. Aber da steckt viel mehr drin. Du kannst ganze Layoutstrukturen erschaffen, die früher nur mit Page-Buildern oder eigener Programmierung gingen. Ohne deine Seite in ein Plugin-Grab zu verwandeln.

Nehmen wir die Spalten. Früher Albtraum, heute Freiheit. Zwei, drei, vier Spalten? Kein Problem. Und du kannst sie mit Margins, Abständen und Hintergründen so fein abstimmen, dass dein Design wie aus einem Guss wirkt. Wenn du willst, sogar mit responsiver Anpassung – ganz ohne CSS-Orgie. Einen tieferen Vergleich von Buildern findest du in Elementor vs Divi – welcher Page Builder macht wirklich den besseren Job?.

Blöcke sind dein Baumaterial

Jeder Block ist wie ein Baustein. Text, Bild, Zitat, Buttons, Galerien – alles hat seine eigene Struktur. Und wenn du das Prinzip verstanden hast, kannst du eigene Kompositionen daraus bauen.

  • Verschachtelung: Du kannst Blöcke in anderen Blöcken platzieren. So entstehen komplexe Layouts ohne Code.
  • Wiederverwendbare Blöcke: Dein Lieblingslayout kannst du speichern und überall einfügen – spart Zeit und Nerven.
  • Cover-Blöcke: Damit bringst du Tiefe in deinen Aufbau. Text über Bilder, halbtransparente Ebenen, leicht zurechtgerückt – sieht sofort nach Magazin aus.

So einfach das klingt, steckt darin echtes Handwerk. Man spürt schnell, dass Layouten mit Gutenberg kein Zufall ist, sondern Planung braucht. Und wer diese Logik versteht, spart sich später zig Stunden.

Komplexe Layouts ohne Schweißausbruch

Ich mag Herausforderungen. Und Webseiten mit ungewöhnlichen Layouts sind genau das. Früher musste ich mir mit Plugins wie Elementor oder Visual Composer behelfen. Doch das brachte schnell Performance-Probleme. Gutenberg dagegen ist leichtfüßig, nativ integriert und reagiert blitzschnell. Wenn du dich tiefer mit dem Thema Custom Blocks beschäftigen willst, sieh dir den Beitrag Benutzerdefinierte Gutenberg-Blöcke erstellen: Das ultimative Tutorial an.

Willst du zum Beispiel eine Startseite mit wechselnden Sektionen, Textboxen nebeneinander, ein Testimonial-Karussell oder einen Call-to-Action-Bereich im Hero-Stil? Geht alles – wenn du weißt, wo du klicken musst. Mit dem Gruppen-Block kannst du deine Elemente logisch zusammenfassen. Gib jedem Block ein klares Ziel und benenne ihn sauber. Plötzlich hast du die Kontrolle zurück. Kein visuelles Chaos, kein Plugin-Durcheinander.

Farben, Typo, Abstände – das Design tanzt nach deiner Pfeife

Ich liebe es, wenn alles auf den Pixel stimmt. Gutenberg bietet dafür inzwischen unverschämt viel Kontrolle. Du hast Zugriff auf Schriftgrößen, Zeilenhöhen, Farben, Rahmen, Schatten, Abstände. Direkt über die Seitenoberfläche. Keine kryptischen Stylesheets mehr, in denen man sich verirrt. Wer mehr über aktuelle Themes erfahren möchte, sollte einen Blick auf Twenty Twenty-One: Ein tiefer Einblick in das neue WordPress Theme werfen.

Bei meinem letzten Projekt habe ich mit custom Templates gearbeitet und die Default-Optionen im Theme überschrieben. Das ging erstaunlich smooth. Ich konnte auf einen Blick sehen, was jede Änderung bewirkt. Dieser direkte Kontakt zum Layout macht dich nicht nur kreativer, sondern auch mutiger.

Template Parts und Block Patterns – die Königsdisziplin

Wer regelmäßig Layouts für Kunden baut, wird diese Funktionen feiern. Mit Template Parts kannst du Kopf- und Fußbereiche separat gestalten. Wechselst du eine Kleinigkeit im Header, ändert sie sich automatisch überall. Wie Magie, nur mit Logik.

Und Block Patterns? Mein geheimer Liebling. Das sind vorgefertigte Abschnitte, die du mit einem Klick in deine Seite bringst. Hero-Images, FAQs, Testimonials, Call-to-Actions – fix und fertig, aber anpassbar. Du sparst Zeit, bleibst aber flexibel. Wer schlau ist, legt eigene Patterns an. So wird Gutenberg zum individuellen Design-System.

Global Styles – Konsistenz ohne Stress

Farben und Schriftarten sind dein Markenzeichen. Nichts ruiniert einen Auftritt so sehr wie uneinheitliches Styling. Mit den Global Styles in WordPress 6 kannst du das bequem zentral verwalten. Du legst fest, wie Überschriften aussehen, welche Farbpalette erlaubt ist, wie Buttons reagieren. Und Gutenberg zieht das automatisch durch. Wunder geschehen also doch – wenigstens im Editor.

Die Macht der Reusable Blocks

Ich habe oft das gleiche Kontaktformular in mehreren Seiten gebraucht. Früher musste ich es zehnmal kopieren, und wenn sich dann etwas änderte, durfte ich überall nachbessern. Heute baue ich es einmal als wiederverwendbaren Block. Fertig. Aktualisiere ich es, ändert es sich automatisch überall. So fühlt sich Effizienz an. Wenn du deine Inhalte zusätzlich absichern willst, lies Meine WordPress Sicherheitsroutine: Die Checkliste, die mein Blog gerettet hat.

Design trifft Struktur – warum das wichtig ist

Viele unterschätzen, wie sehr Layout die Lesbarkeit beeinflusst. Ein Textblock mit zu breiter Zeile wirkt erschlagend. Zu viele Bilder reißen den Lesefluss. Gutenberg hilft, Balance zu halten. Du kannst mit Zwischenräumen, Linienteilern und dezenten Hintergründen genau das erreichen, was früher Stunden kostete. Und das alles in Echtzeit.

Jede Seite bekommt dadurch ihren eigenen Rhythmus. Leser bleiben länger, weil sie sich intuitiv zurechtfinden. Design ist keine Zierde mehr, sondern Teil der Kommunikation. Gutenberg zwingt uns, das zu verstehen – und das ist gut so.

Blocks mit eigenen Styles pimpen

Etwas fortgeschrittener, aber genial: Du kannst jedem Block eine eigene CSS-Klasse verpassen und ihn im Theme-Stylesheet weiter verfeinern. So bleibst du flexibel und kannst Spezialeffekte einbauen, ohne das Grundsystem zu gefährden. Ich habe beispielsweise für ein Musikmagazin animierte Hintergrundverläufe eingebaut. Sah aus wie von einer teuren Agentur gemacht, obwohl es nur ein paar Zeilen Code waren.

Teamarbeit und Gutenberg – kein Kompromiss

Ich schreibe selten allein an großen Projekten. Mit Gutenberg lässt sich wunderbar zusammenarbeiten. Jeder kann klar erkennen, wo welcher Block steht. Änderungen sind nachvollziehbar, und das Chaos von unterschiedlichen Versionen gehört der Vergangenheit an. Selbst Kunden, die anfangs zögerlich waren, kommen damit klar. Sie haben keine Angst mehr, etwas „kaputtzumachen“. Und genau das ist Gold wert.

Plugins, die Gutenberg wirklich erweitern

Klar, wer einmal anfängt zu bauen, will immer mehr. Es gibt großartige Erweiterungen, die das Blockuniversum noch bunter machen. Beispielsweise:

  • GenerateBlocks: Perfekt für sauberes, leichtes Design mit voller Layoutkontrolle.
  • Stackable: Bietet stilvolle vorgefertigte Layouts, ideal für Agenturen.
  • Kadence Blocks: Mein persönlicher Favorit, weil die Kombination aus Designfreiheit und Performance einfach unschlagbar ist.

Mit diesen Tools wird Gutenberg zu einem ernsthaften Werkzeug für Designer und Redakteure. Kein Bastel-Spielzeug mehr, sondern ein System, auf dem ganze Websites laufen. Und wenn du das noch mit deiner Markenstrategie koppeln willst, schau bei neu-protec vorbei. Da findest du verlässliche Lösungen für clevere Online-Projekte.

Performance und SEO – Gutenberg spielt vorne mit

Viele unterschätzen, wie performant Gutenberg eigentlich ist. Während Page-Builder massenweise unnötigen Code erzeugen, bleibt Gutenberg schlank und direkt. Das wirkt sich spürbar auf Ladezeiten und SEO aus. Google liebt klare Strukturen, und genau die bietet der Blockeditor. Du musst dich nur trauen, ihn auszureizen. Eine saubere Datenbank spielt dabei auch eine Rolle – wie das geht, liest du in Datenbank putzen wie ein Profi – so wird deine Seite endlich schnell.

Meine Lieblings-Hacks

Es gibt ein paar Tricks, die ich jedem mitgeben würde:

  • Nutze Templates als kreative Basis. Sie sparen Zeit und machen dich konsistenter.
  • Verwende Abschnitte mit leicht unterschiedlichen Hintergrundfarben, um Tiefe zu erzeugen.
  • Baue erst mobil, dann Desktop. So bleibt das Layout auf kleinen Screens sauber.
  • Benutze „Preview“ oft. Gutenberg zeigt genau, wie dein Entwurf auf verschiedenen Geräten aussieht.

Der Blick in die Zukunft

Gutenberg wird weiter wachsen. Phase 3 bringt echte kollaborative Bearbeitung direkt im Editor. Stell dir vor, du arbeitest mit jemandem live am gleichen Absatz. Kein Hin-und-her mehr mit Versionen, keine Missverständnisse. Das Web wird sich damit verändern. Vielleicht sogar wieder ein bisschen menschlicher.

Was ich gelernt habe

Gutenberg ist kein starres Werkzeug. Es ist ein flexibles System, das Design und Technik miteinander versöhnt. Es zwingt dich, über Struktur nachzudenken, und belohnt dich mit Klarheit und Präzision. Ob Freelancer, Agentur oder Hobby-Schreiber – wer mit Gutenberg spielt, lernt das Web neu zu denken. Und das lohnt sich jedes Mal.

Fazit

Ich sage es ganz klar: Wer Gutenberg noch als „Bastellösung“ abtut, verpasst die Chance, modernes Webdesign auf die einfache Tour zu meistern. Ich habe gelernt, dass dieser Editor kein Hindernis ist. Er ist ein Werkzeug, das uns endlich ermöglicht, frei und ohne Code-Ballast kreativ zu sein. Und wenn du einmal verstanden hast, wie mächtig diese Blöcke sind, willst du nie mehr zurück zum alten Editor.

Also trau dich. Klick rum. Bau was. Und genieß den Moment, wenn alles plötzlich passt.

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