Ich war es irgendwann leid, ständig zwischen Meetings, Chats und Mails zu jonglieren. Alles fühlte sich wie ein Dauerlauf an, nur ohne Ziellinie. Dann kam mir die Idee: Warum nicht meine Zeit in klaren Blöcken verkaufen? Keine halben Sachen, keine spontanen „nur kurz“-Anfragen. Wer mein Wissen will, bekommt volle 60 Minuten Fokus. Punkt.
Wissen hat Wert – Zeit erst recht
Am Anfang dachte ich, das klingt egoistisch. Ist es aber nicht. Es ist ehrlich. Ich biete echtes Fachwissen, konzentriert, live, ohne Blabla. Ich verschwende keine Zeit, die niemandem hilft, und der Kunde weiß genau, was er bekommt. Win-Win, wie es sein sollte.
Das Prinzip ist simpel: Ich lege feste 60-Minuten-Slots fest, die gebucht werden können. Kunden zahlen, bevor sie sprechen, und ich bereite mich vor, damit jede Minute sitzt. Kein Zeitverlust, kein Chaos, kein Hin- und Hergeplane. Wer mich buchen will, wählt einfach einen freien Termin, klickt, bezahlt, fertig.
Warum das besser funktioniert als klassische Beratung
Früher war Beratung oft ein zähes Spiel. Endlose Hinleitungen, Vorabgespräche, Angebote, Wartezeiten. Inzwischen läuft alles schneller, direkter. Ich nutze Tools, die Buchung, Bezahlung und Videocall automatisch regeln. Mein Kalender bleibt sauber, mein Kopf auch. Und ich habe endlich wieder Plan in meinem Tag.
Ich erinnere mich an meine ersten Calls. Ich war nervös, klar. Aber nach der dritten Session war das pure Routine. 60 Minuten reines Arbeiten, dann kurze Pause, nächste Session. Kein Leerlauf. Kein Geschnatter zwischendurch. Nur Fokus. Das Beste: ich weiß am Ende des Tages genau, was ich verdient habe – kein Ratespiel, kein Nachhaken beim Kunden.
Wie ich meine Sessions strukturiere
Ganz ehrlich, das war Übungssache. Ich teile jede Session in drei Teile:
- Erste 10 Minuten: Ziel klären. Was genau will die Person in dieser Stunde erreichen?
- Mittlere 40 Minuten: Reine Arbeit. Bildschirm teilen, erklären, umsetzen, testen.
- Letzte 10 Minuten: Zusammenfassung, klare To-dos, keine offenen Fragen.
Das gibt Struktur und Sicherheit – für beide Seiten. Niemand hat das Gefühl, dass Zeit verschwendet wird. Es gibt ein Ziel und einen fixen Ablauf. Persönlich nenne ich das „Expertensprint“. Klingt sportlich, fühlt sich auch so an.
Vertrauen aufbauen in einer Stunde? Geht.
Manche sagen, Vertrauen entsteht nur über längere Zusammenarbeit. Ich sehe das anders. Wenn du in einer Stunde voller Mehrwert steckst, merken Menschen sofort, dass du Ahnung hast. Es braucht kein Marketing-Blabla, kein endloses Onboarding. Nur direkte Ergebnisse. Und das mögen Menschen, vor allem, wenn sie genervt von langen Prozessen sind.
Ich habe Kunden, die erst skeptisch waren und heute regelmäßig meine Slots buchen. Sie wissen, dass sie in genau einer Stunde echten Fortschritt machen. Kein Vertrag, kein Abo, keine Tricks. Nur klare Leistung für klare Zeit.
Ein ähnliches Prinzip nutze ich übrigens auch bei Projekten – etwa wie ich es in „Warum ich meine Master-Vorlage als Abo-Modell anbiete“ beschreibe.
Das richtige Setup zählt
Ich arbeite mit einem guten Mikro, stabiler Kamera, Licht von vorne – fertig. Kein Hollywood, aber professionell. Eine klare Umgebung signalisiert Verlässlichkeit. Wenn ich selbst Coaches buche und jemand sitzt im Halbdunkel mit knisterndem Ton, bin ich sofort raus. Also halte ich meine Standards hoch. Mein Laptop ist mein Studio, mein Schreibtisch meine Bühne.
Ich nutze einfache Tools wie Calendly oder TidyCal für Buchungen. Dann Stripe oder PayPal für Zahlungen. Videocalls laufen meist über Zoom oder Google Meet. Keine Magie, nur ein System, das funktioniert. Ich habe auch eine kleine Automatisierung eingerichtet, die direkt nach der Buchung eine Bestätigung und ein paar Fragen schickt. So spare ich mir das ganze Mailschreiben.
Wie du deine Preise findest
Ich habe zu Beginn viel zu niedrig angesetzt. Klassiker. Man denkt: „Ich will ja Kunden gewinnen.“ Aber das ist Quatsch. Wer deine Zeit ernst nimmt, zahlt fair. Punkt. Ich habe damals eine einfache Rechnung gemacht: Was will ich im Monat verdienen, wie viele Slots kann ich realistisch anbieten, und dann geteilt. Fertig.
Beispiel: Du willst 5000 Euro netto im Monat machen und kannst 20 Slots geben. Also pro Stunde 250 Euro. Klingt viel? Kann sein. Aber wenn du in einer Stunde echten Fortschritt lieferst, ist das günstig. Und es zieht die Kunden an, die wirklich was wollen – nicht die, die 15 E-Mails schicken und dann „mal drüber schlafen“ wollen.
Vorteile auf beiden Seiten
Für dich: Klare Struktur im Kalender, keine unbezahlten Gespräche, volle Kontrolle über Einnahmen.
Für den Kunden: Klare Leistung, transparente Kosten, keine Bindung.
Ich nenne das geordnete Freiheit.
Ich habe sogar festgestellt, dass ich durch diese Struktur mehr Freizeit habe. Klingt verrückt, oder? Aber wenn du weißt, dass dein Tag aus festen Slots besteht, erledigst du alles drumherum konzentrierter. Email-Check? Eine halbe Stunde. Vorbereitung? 15 Minuten. Pause? Pflicht. Das Gehirn liebt Rhythmus. Und der Kontostand auch.
Das erinnert mich an meinen Artikel „PageSpeed auf Grün – mein Deal mit Erfolgsgarantie“, wo strukturierte Prozesse ebenfalls eine große Rolle spielen.
Marketing dafür: einfach, persönlich, ehrlich
Ich poste regelmäßig kleine Tipps aus meinen Sessions. Kein Geheimwissen, sondern ehrliche Einblicke. Das macht neugierig. Viele Leute schreiben dann: „Klingt spannend, kann man dich buchen?“
Ja klar. Link im Profil, fertig. Ich halte alles so einfach wie möglich. Kein Funnel, kein Opt-in-Drama. Direkt Termin buchen und los.
Wenn du magst, schau mal bei neu-protec vorbei. Die machen das technisch richtig gut.
Wie du anfängst (ohne Chaos)
Drei Schritte. Mehr braucht es nicht:
- 1. Setz deinen Preis. Schreib ihn dir groß an die Wand, damit du dich nicht drunter handeln lässt.
- 2. Bau eine einfache Buchungsseite. Ein Kalender, ein Zahlungsmittel, fertig.
- 3. Mach’s sichtbar. Sag allen, dass du buchbar bist. Online, offline, überall.
Ich schwöre, die ersten Buchungen fühlen sich an wie ein Befreiungsschlag. Du verdienst mit echtem Wissen und siehst sofort, wie dein Input anderen hilft. Kein Warten auf Zahlungen, keine Projektverträge.
Vermeide den größten Fehler: Dauerverfügbarkeit
Bleib fair, aber bleib eindeutig. Sag nicht: „Ich bin eigentlich immer erreichbar.“
Sag: „Ich bin dienstags und donnerstags jeweils vormittags buchbar.“
So bleibst du Herr über deinen Kalender. Und deine Energie. Menschen respektieren Grenzen, wenn du sie klar kommunizierst. Und wer das nicht tut, ist kein Kunde für dich.
Ich selbst hatte mal einen Auftraggeber, der meinte, 23 Uhr sei eine gute Zeit für Rückfragen. Mein Fehler war, dass ich damals dranging. Heute? Niemals. Zeit ist kein Gummiband. Ein Blocktermin ist wie ein Vertrag auf Augenhöhe. Wer dich bucht, bekommt vollen Fokus. Außerhalb davon hast du Leben. Und das darf so bleiben.
Technisch sauber bleiben
Teste dein Setup regelmäßig. Internet, Kamera, Mikro. Ich habe mir einmal auf die harte Tour beigebracht, was passiert, wenn Zoom mittendrin abstürzt. Kein Spaß. Seitdem: Backup-Link in jeder Einladung. Ich spare mir graue Haare, die ich sowieso schon genug habe.
Ich rate auch dazu, Sessions aufzunehmen (mit Erlaubnis). Viele Kunden schätzen das, weil sie später noch mal reinhören können. Und du kannst deine Qualität prüfen. Manchmal höre ich mich selbst reden und denke: „Ok, das war zu schnell.“ Oder „Das war richtig auf den Punkt.“ Lernen im Prozess, das bleibt unbezahlbar.
Wenn dich technische Stabilität generell interessiert, lies auch „Warum Headless WordPress der Turbo für High-End-Websites ist“ – da geht’s um Performance und Zuverlässigkeit auf technischer Ebene.
Langfristiger Effekt: weniger Stress, mehr Fokus
Seit ich auf 60-Minuten-Blöcke umgestellt habe, bin ich fokussierter – nicht nur in Calls, sondern allgemein. Ich weiß genau, wann ich arbeite, wann ich Freizeit habe, wann ich plane. Kein ständiges Umschalten mehr. Ich kann sogar meinen Kaffee wieder heiß trinken. Allein das ist schon Revolution genug.
Ich vergleiche das gern mit einem guten Workout. Wenn du weißt, du trainierst 60 Minuten, gibst du Gas. Wenn du einfach nur „irgendwann Training“ planst, verläuft es im Sand. So ist es auch im Kopf. Begrenzung schenkt Freiheit. Klingt paradox, fühlt sich aber großartig an.
Was sich verändert, wenn du deine Zeit richtig verkaufst
Du lernst, deinen Wert zu sehen. Du lernst, Nein zu sagen. Und du lernst, klar zu sein.
Menschen reagieren anders, wenn du definierte Zeiten und einen professionellen Ablauf hast. Du wirst ernster genommen, bist verlässlicher und strahlst Ruhe aus. Und ja, du verdienst mehr. Nicht, weil du mehr arbeitest, sondern weil du besser strukturierst.
Ich sage es gern so: Wer seine Zeit im Griff hat, hat sein Leben im Griff.
Und nein, das ist kein Motivationsspruch aus einem Kalender. Das ist Erfahrung, bezahlt in 60-Minuten-Einheiten.
Probiere es aus. Ein erster Kalendereintrag, eine klare Kommunikation, und du wirst merken: Es zieht genau die Kunden an, die du willst. Die, die handeln statt hoffen. Die, die dich als Profi sehen, nicht als Hotline.
Und glaub mir, das fühlt sich verdammt gut an.












