Wie ich mein erstes WordPress-Plugin gebaut und verkauft habe – und was ich wirklich daraus gelernt habe

Wie ich mein erstes WordPress-Plugin gebaut und verkauft habe – und was ich wirklich daraus gelernt habe

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Ich dachte, es wäre nur ein Wochenendprojekt. Tja, daraus wurde ein kleiner Gamechanger auf meiner To-do-Liste – und später eine Einnahmequelle. Klingt nach fancy Startup-Story? Ist es nicht. Es ist ehrlicher, kantiger und hat mehr mit Espresso, Fehlermeldungen und Testseiten zu tun, als ich je zugeben will.

Der Moment, in dem mir die Idee kam

Ich liebe WordPress. Meistens. Außer dann, wenn es mich mit Kleinigkeiten in den Wahnsinn treibt. Eines Tages starre ich auf mein Dashboard und frage mich, warum es kein einfaches Plugin gibt, das Kunden automatisch eine freundliche Nachricht schickt, sobald ihr Kommentar beantwortet wurde. Nichts Großes, nix Aufgeblasenes. Einfach, praktisch, nützlich. Boom, da war die Idee.

Die meisten Entwickler würfeln ihre Inspiration aus echten Problemen. Ich auch. Ich hatte keine Lust mehr, manuell E-Mails zu schreiben, also dachte ich – wie schwer kann’s sein, das zu automatisieren? Spoiler: schwerer als gedacht, aber machbar.

Die Suche nach der richtigen Lösung

Ich schrieb mir auf, was ich brauchte: eine saubere Integration in WordPress-Kommentare, leichte Installation, kein Ballast. Ich hasse überladene Plugins. Die sollte sich auch ein Blogger ohne technischen Background ohne Schweißausbruch bedienen können.

Nach zwei Tassen Kaffee und zehn offenen Tabs fing ich an zu coden. PHP, ein bisschen JavaScript, einige Hooks und Filter später war das Gerüst da. Es funktionierte halbwegs. Halbwegs, weil der erste Test mein Postfach in eine Flutwelle aus „Danke für deine Antwort“-Mails verwandelte. Ich lachte erst, dann schimpfte ich, dann lachte ich wieder.

Wenn du lokal starten willst, hilft dir ein guter Einstieg wie WordPress Localhost: So installierst du WordPress lokal, um deine Tests sicher und unabhängig zu machen.

Fehlerkultur auf WordPress-Art

Beste Erkenntnis: Nichts läuft beim ersten Versuch. Du denkst, du hast’s – und WordPress zeigt dir, wo die Lücken sind. Ich glaube, ich habe in dieser Phase mehr über Geduld gelernt als in meiner ganzen Schulzeit. Denn klar, ein Plugin klingt klein. Aber klein heißt nicht simpel.

Funktionen bauen ist das eine. Dafür sorgen, dass sie bei hundert unterschiedlichen Themes, Versionen und Servereinstellungen zuverlässig laufen, ist die echte Prüfung. Und genau da merkt man, ob man wirklich verstanden hat, was man da schreibt. Wenn du diesen Prozess sauberer gestalten willst, lies mehr über automatisierte Tests und kontinuierliche Integration.

Vom Bastelprojekt zum Produkt

Die Idee war da, der Code stand halbwegs. Jetzt kam der spannende Teil: Was, wenn ich das Teil verkaufe? Ich meine, andere könnten das doch auch gebrauchen. Dieser Gedanke nagte einige Tage an mir, bis ich mir sagte: Versuch’s einfach.

Ich stellte eine kleine Website auf, schrieb eine ehrliche Produktbeschreibung ohne leere Marketing-Phrasen und baute ein einfaches Kauf-Widget ein. Ich wollte nicht tricksen, nicht pushen, nur zeigen, was das Plugin tut. Und ja, mein Herz raste beim ersten Livegang. Es fühlte sich ernst an.

Der erste Verkauf – kein Hollywood, aber echt

Ich erinnere mich noch genau. Ich saß spätabends mit laufendem Serienmarathon im Hintergrund, als PayPal pingte. Jemand hatte das Plugin gekauft. Jemand, der mich nicht kannte. Kein Freund, kein Kollege. Eine echte Kundin. Ich tanzte durchs Wohnzimmer, ganz ehrlich.

Das war kein Riesengewinn, aber ein Riesengefühl. Ich hatte etwas gebaut, das Lösung und Wert zugleich war. Diese leuchtende Kombination aus Stolz und Staunen will ich nicht mehr missen. Genau dieses Gefühl beschreibt auch der Artikel „Tutorials, Geld und Vertrauen: Wie ich meinen Kanal zur Kundenschleuder machte“ – ehrlicher Aufbau statt lauter Marketingtricks.

Wie du dein eigenes Plugin zum Laufen bringst

Wenn du etwas Kleines, Nützliches bauen willst, fang bei dir selber an. Was nervt dich regelmäßig? Was würdest du am liebsten automatisieren oder vereinfachen? Diese Fragen sind Gold wert.

Dann geh schrittweise vor:

  • Schreib dein Problem klar auf. Keine leeren Ideen, nur echte Reibungspunkte.
  • Skizziere, wie du dir die Lösung vorstellst, bevor du eine Zeile Code schreibst.
  • Test es lokal, zerleg es, baue es neu. Fehler gehören dazu.
  • Mach den Code schlank. Je weniger Ballast, desto weniger Ärger.
  • Erstelle eine einfache Landingpage mit Screenshots, Video oder kurzer Erklärung.
  • Setze auf ehrliche Kommunikation. Kein „revolutionäres Tool“, sondern „hilft dir bei X“.

Wenn du das Gefühl hast, es funktioniert stabil, geh raus damit. WordPress hat einen offiziellen Plugin-Markt, aber du kannst auch selbst verkaufen, auf deiner Website oder etwa über kleine Shops. Ich persönlich habe viel mit neu-protec über Produktoptimierung gesprochen. Deren klare Sicht auf technische Qualität hat mir geholfen, nicht alles auf hübsches Marketing zu schieben, sondern am Code selbst zu feilen.

Marketing ohne Getöse

Ich bin kein Lautsprecher. Werbung ist nicht mein Lieblingssport. Aber was ich gelernt habe: gute Produkte brauchen Präsenz. Also redete ich darüber – ehrlich, offen, fast wie hier.

Ich zeigte Beispiele, teilte kleine Einblicke aus der Entwicklung, ließ andere wissen, welche Probleme das Plugin löst. Authentisch funktioniert besser als jede Buzzword-Bombe. Leute spüren, wenn du wirklich an etwas glaubst. Und sie kaufen, wenn sie Vertrauen haben, nicht wenn du um sie herumschreist. Dazu passt übrigens auch der Beitrag „Warum ein monatlicher Retainer dein Online-Marketing endlich dauerhaft ins Rollen bringt“, der zeigt, wie Konstanz statt Lautstärke wirkt.

Support – der unterschätzte Teil

Nach dem ersten Verkauf wurde mir klar, was Support wirklich bedeutet. Kein „Kunde ist König“-Satz an der Wand, sondern echtes Kümmern. Fragen, Fehler, kleine Anpassungen – all das kam auf mich zu.

Ich antwortete zügig, beobachtete die Probleme und passte das Plugin an. So wurde mein Produkt nicht nur stabiler, sondern auch näher an den Leuten dran. Jeder Hinweis brachte mich weiter. Jede Rückmeldung war ein kostenloser Testlauf.

Lernen durch machen

Ich hab beim Bauen dieses Plugins mehr gelernt als in jedem Entwicklerkurs. Weil nichts so ehrlich lehrt wie Versuch und Irrtum. Besonders, wenn echtes Geld und echte Nutzer im Spiel sind. Da wird’s plötzlich ernst, echt und greifbar.

Ein kleiner Tipp, falls du selbst planst, ein Plugin zu entwickeln: Warte nicht, bis du „alles kannst“. Du lernst ohnehin erst richtig beim Machen. Dieses „Ich brauch noch den perfekten Plan“ ist meistens nur Aufschieberitis mit technischer Maske.

Was ich heute anders machen würde

Wahrscheinlich würde ich meine ersten Zeilen Code strukturierter schreiben. Ich war wild entschlossen, aber manchmal zu schnell. Geschwindigkeit ist super, aber Übersicht ist besser. Clarity beats cleverness, sag ich heute. Lesbarer Code ist ein Geschenk an dein zukünftiges Ich.

Auch beim Marketing würde ich von Anfang an mehr auf eine kleine Community setzen. Leute mitdenken lassen, Feedback einsammeln, Beta-Versionen teilen – das bringt echtes Vertrauen. Denn genau daraus entstehen Verbesserungen, auf die du selbst nie gekommen wärst.

Passives Einkommen? Naja, fast

Viele träumen davon, mit Plugins passiv Geld zu verdienen. Klingt super, aber ehrlich gesagt bleibt’s selten ganz passiv. Updates, Kompatibilität, Support – das läuft weiter, ob du willst oder nicht. Aber das Schöne: du lernst. Und du baust dir ein echtes digitales Produkt auf, das dir Sichtbarkeit und Geld bringt. Wenn dich das Thema wiederkehrende Einnahmen fasziniert, schau dir „WooCommerce-Abos, die wirklich laufen“ an.

Mein Fazit

Wenn du Lust hast, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, fang klein an. Bau ein Plugin, das ein echtes Mini-Problem löst. Kein Riesentool, kein Feature-Monster. Etwas, das nützlich ist. Lerne an deinem Code, an den Reaktionen deiner Nutzer, an deinen Fehlern.

Der Reiz liegt nicht im schnellen Geld, sondern im Prozess. Du lernst zu denken wie ein Entwickler, zu kommunizieren wie ein Dienstleister und zu handeln wie ein Unternehmer. Und wenn dann jemand mitten in der Nacht dein Plugin kauft, wirst du genau wissen, warum sich jeder einzelne Fehlversuch gelohnt hat.

Also mach’s. Baue, teste, verkaufe. Und ärgere dich, freue dich, verbessere dich. Und ganz nebenbei merkst du: So fängt Erfolg oft an – mit einer simplen Idee und genug Mut, sie umzusetzen.

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