Ich sag’s gleich geradeheraus: Wer heute noch generische Templates baut, kann auch versuchen, Pizza aus Pappe zu verkaufen. Sieht ähnlich aus, schmeckt aber nicht. Wenn du wirklich etwas reißen willst, brauchst du Templates mit Charakter, Wiedererkennungswert und einem klaren Zielpublikum. Das ist kein Hexenwerk, aber es erfordert Hirn, Stil und ein Händchen für Storytelling in Pixeln.
Warum Nischen dein bester Freund sind
Ich hab vor ein paar Jahren gedacht, ein Template-Set für alle Branchen wäre der Jackpot. Tja, mein Konto hat mir das Gegenteil bewiesen. Universell heißt nämlich meistens beliebig. Wenn du dich auf eine Nische konzentrierst, sprichst du Leute an, die sofort denken: „Das ist genau das, was ich gesucht habe.“
Die Restaurantbesitzerin will kein Layout, das aussieht, als könnte es auch für ein Fitnessstudio funktionieren. Der Fotograf will kein Template, das nach Zahnarzt riecht. Je genauer du eine Nische triffst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand deine Templates kauft – und sich nicht erst durch zehn langweilige Alternativen klickt.
Wie du eine lukrative Nische findest
Ich mach’s immer pragmatisch. Ich starte nicht mit den großen Emotionen, sondern mit Zahlen. Such bei Plattformen wie ThemeForest oder TemplateMonster nach Nischen, wo viel gesucht, aber wenig verkauft wird. Kombiniere das mit einem Blick auf Google Trends. Da siehst du sofort, welche Themen gerade Dampf haben.
Gib mal Begriffe wie „Hochzeitsfotograf Website Template“ oder „Yoga Studio Elementor Kit“ ein. Wenn du siehst, dass das Interesse da ist, aber das Angebot dünn, hast du deinen Fuß in der Tür. Genau da entsteht gutes Geschäft.
Design mit Zielrichtung
Ich gestalte Templates nicht für mich, sondern für die Person, die sie kaufen soll. Klingt trivial, machen aber die wenigsten. Bau dein Template so, dass es sich wie ein Zuhause für die Zielgruppe anfühlt. Ein Tech-Startup will klare Linien, Raum, viel Weiß. Ein Café braucht Wärme, Textur, Duft – allein visuell. Und ja, das kann man in digitalen Formen ausdrücken.
Wenn ich ein neues Kit konzipiere, lege ich zuerst drei Begriffe fest, die die Stimmung treffen. Zum Beispiel: „natürlich, handgemacht, offen“. Oder „edel, minimal, urban“. Diese drei Worte begleiten mich durch alle Designentscheidungen, von der Typografie bis hin zum Menü-Button. Das hält mich davon ab, mich zu verlieren.
Verkaufspsychologie trifft auf gutes Handwerk
Premium heißt nicht einfach glänzend und teuer. Premium ist das Gefühl, dass jemand da draußen schon viel Arbeit und Liebe investiert hat, um mir ein durchdachtes Paket zu liefern. Ich hatte mal ein Template, das wie aus einem Guss wirkte – saubere Linien, perfekte Farbverläufe, alles intuitiv klickbar. Ich konnte es fünfmal teurer anbieten als meine alten Template-Reste, und es ging weg wie warme Brötchen.
Was den Unterschied macht? Details. Kleine Animationsübergänge. Die richtige Typo-Hierarchie. Makellose mobile Ansicht. Kein flackernder Button, keine unklare Struktur. Wenn du Premium willst, muss jedes Pixel sitzen. Selbst die Ladezeiten gehören dazu. Niemand zahlt 80 Euro für ein Kit, das sich zieht wie Kaugummi im Sommer.
Struktur und Aufbau – der Fahrplan für gute Templates
Bevor du dich im Design verlierst, mach eine Struktur. Ich verwende gern einfache Listen, um mich zu sortieren.
- Startseite: Der erste Eindruck zählt. Sag sofort, wer du bist und warum jemand hier bleiben sollte.
- Über Uns: Persönlich, ehrlich, nicht langweilig. Schreib’s wie eine Geschichte, kein Geschäftsbericht.
- Angebot/Leistungen: Klar gegliedert, verständlich und visuell unterstützt. Icons helfen, aber bitte mit Stil.
- Referenzen: Authentisch. Keine Stockbilder von lachenden Menschen mit Headsets.
- Kontakt: So einfach wie möglich. Niemand will sich durch 12 Felder quälen.
Wenn das steht, kommt Design. Erst Struktur, dann Schönheit. Sonst bastelst du Glitzer um leere Hüllen. Siehe dazu auch „Eine Woche, eine Website, null Chaos – mein Weg zum produktisierten Service“ für mehr Input zu effizienten Workflows.
Wie du deine Templates verkaufst
Jetzt wird’s spannend. Es reicht nicht, ein tolles Kit zu bauen. Du musst es auch sichtbar machen. Ich setze stark auf Social Media – Instagram für visuelle Reize, LinkedIn für Businesskunden, Pinterest für Inspirationen. Erstell Snippets deines Designs und poste sie regelmäßig. Kein nerviges Dauerfeuer, lieber gezielt und hochwertig.
Dazu eine eigene Seite, wo du deine Kits sammelst und verkaufst. Wenn du keine Lust hast, dich selbst um den Zahlungsprozess zu kümmern, nutze Plattformen wie Creative Market oder Envato. Aber langfristig lohnt es sich, dein eigenes Ding aufzubauen. Für Struktur und Schutz gibt’s übrigens neu-protec, falls du hochwertige Tools für deine Website suchst.
Wertschätzung durch Preisgestaltung
Ich hab irgendwann aufgehört, meine Preise kleinzureden. Wenn du 100 Stunden in ein Template investierst, verkauf es nicht für 15 Euro. Damit ruinierst du nicht nur dich, sondern den Markt. Ein gutes Premium Template hat Substanz. 60 bis 120 Euro sind realistisch, wenn das Kit technisch sauber, komplett dokumentiert und gut getestet ist.
Lass dich nicht von Billigangeboten einschüchtern. Es gibt immer Kunden, die lieber einmal richtig kaufen, statt siebenmal Müll. Richte dich an die, die Qualität erkennen – nicht an Schnäppchenjäger mit Vorliebe für 3-Euro-Deals. Lies dazu auch „Warum ein Festpreis-Paket für On-Page-SEO das klügste Upsell nach deinem Website-Projekt ist“, wenn du erfahren willst, wie du Premium-Logik auch in deinem Pricing umsetzen kannst.
Support: der unterschätzte Verkaufsmotor
Ich geb’s zu, ich hatte mal keine Lust auf Support. Dachte mir, Kauf ist Kauf, fertig. Großer Irrtum. Ein guter Support bringt Wiederkäufer. Wenn du auf eine Frage schnell, klar und freundlich reagierst, bleibst du im Kopf. Und Leute, die sich gut aufgehoben fühlen, kaufen wieder.
Ich hab sogar mal eine Bewertung bekommen, die mehr über meinen schnellen Support schrieb als über das Template selbst. Das ist pures Marketing ohne Werbebudget. Kein Banner der Welt schlägt ehrliches Lob von echten Nutzern. Übrigens: Weiterbildung und Soft Skills – zum Beispiel über das vhs-Programm – können dir helfen, im Kundenkontakt noch fitter zu werden.
Automatisiere, was dir Zeit frisst
Wenn du mehrere Templates anbietest, brauchst du Struktur. Updates, Bugs, Kundenanfragen – das kann schnell unübersichtlich werden. Ich liebe kleine Tools, die meinen Alltag schlanker machen. Automatische Lizenzvergabe, Versionierung, einfache Update-Meldungen. Damit spar ich Stunden, die ich lieber ins Design stecke.
Auch E-Mail-Automatisierungen helfen. Wenn jemand dein Template kauft, bekommt er automatisch eine freundliche Nachricht mit Tipps, wie alles funktioniert. Das wirkt menschlich und spart trotzdem Arbeit. Win-win, wie man so sagt.
Wie du dich vom Billigmarkt absetzt
Mach einen Screenshot deines Templates und setz ihn neben einen günstigen Vergleich. Schon auf den ersten Blick sieht man: Deins hat Stil, das andere sieht aus wie ein Flyer von 2009. Qualität spricht für sich. Ergänz das mit einer überzeugenden Produktbeschreibung – nicht leblos und technisch, sondern mit Gefühl. Beschreibe, was dein Template möglich macht, nicht nur, was es enthält.
Zum Beispiel: Statt „12 Layouts, SEO optimiert und mobilfreundlich“ sag lieber „Damit bekommt ein Yogastudio in zwei Stunden eine stimmige Website, die aussieht, als hätte sie ein Profi gestaltet“. Menschen kaufen Bilder im Kopf, nicht Stichpunkte.
Community und Feedback nutzen
Ich lass meine Templates immer von echten Nutzern testen – also Leuten, die wirklich was mit der Zielgruppe zu tun haben. Das bringt dir ehrliches Feedback. Kein Kollege, der höflich nickt, sondern der Cafébesitzer, der sagt: „Der Reservierungsbutton ist zu blass, sieht man fast nicht.“ Das ist Gold wert.
Ich bin auch in ein paar Designer-Communities aktiv. Da gibt’s ehrliche Meinung, mal mit Humor, mal schmerzhaft direkt. Aber ohne diese Kritik würde ich heute noch verspielte Schatteneffekte verwenden, die längst niemand mehr sehen will.
Trends? Ja, aber mit Abstand
Trends sind wie Mode: nett, solange sie dir steht. Ich schau mir gern an, was gerade „in“ ist – Glassmorphism, Brutalism, Minimalismus in Pastell. Aber ich übernehme nie etwas blind. Ein Template, das nur auf Trends setzt, ist in sechs Monaten veraltet. Ein Template mit Charakter bleibt verkaufbar, auch wenn der Trend längst vorbei ist.
Denk an deine Nische: Passt dieser Stil wirklich? Würde ein Steuerberater ein brutalistisches Design lieben? Eher nicht. Also bleib authentisch, nicht modisch um jeden Preis. Einen ähnlichen Gedanken findest du auch im Artikel „Mehr als nur A-B-Tests: Warum ein monatlicher Retainer dein cleverster Marketing-Move ist“.
Langfristige Strategie: vom Hobby zum Business
Wenn du ein paar gute Kits auf dem Markt hast, wirst du merken, wie regelmäßig Verkäufe eintrudeln. Dann ist es Zeit, deine Marke auszubauen. Gib deinen Templates eine klare Linie. Ein wiedererkennbares Branding. Konsistenz in Naming, Design und Demos. So baust du Vertrauen auf.
Ich hab mit zwei Templates angefangen, inzwischen hab ich zehn, die sich dauerhaft verkaufen. Jedes Mal, wenn ich ein neues hochlade, wächst mein Ruf ein Stück. Es ist Marathon, kein Sprint. Aber einer, der sich bezahlt macht.
Mein Fazit: Qualität zahlt sich doppelt aus
Premium Elementor Template Kits sind kein Hobbynebenprodukt. Sie sind digitales Handwerk, gepaart mit Marketing und Menschenverständnis. Wenn du deine Nische kennst, sauberes Design lieferst und deine Kunden ernst nimmst, kannst du dir damit ein stabiles Einkommen sichern.
Ich sag’s so: Wer Templates mit Gefühl und Verstand baut, verkauft keine Dateien, sondern Lösungen. Und genau das macht aus einem Designer einen Markenmacher.












