Wissen weitergeben ohne Gähn-Garantie – so klappts mit Tutorials, Anleitungen und Workshops

Wissen weitergeben ohne Gähn-Garantie – so klappts mit Tutorials, Anleitungen und Workshops

Inhaltsverzeichnis

Ich sags gleich: Wissen zu teilen ist kein Hexenwerk, aber es ist auch nichts für Leute, die gern drumherum reden.

Ich hab schon etliche Male erlebt, wie gute Inhalte an trockener Präsentation gescheitert sind. Eine Gruppe von Kollegen, alle mit leerem Blick und versteinerter Haltung. Der Dozent trug Zahlen und Prozesse vor, während innerlich die Hälfte schon überlegte, was es mittags zu essen gibt. Das Ganze hätte man retten können – mit klaren Anleitungen, kleinen Aha-Momenten und einer Brise Persönlichkeit. Genau darum gehts hier.

Video-Tutorials: Sag’s kurz, zeig’s klar

Bevor du überhaupt auf „Aufnehmen“ klickst, mach dir klar, was dein Zuschauer am Ende wirklich können soll. Keine Romane, keine Nebensätze voller „vielleicht“ oder „eventuell“. Definiere, welches Ziel dein Video hat, und halte dich daran. Ich mach das gern mit einem simplen Satz wie: „Nach diesem Video weißt du, wie du eine Kampagne im Tool X aufsetzt.“ Punkt. Das ist mein roter Faden.

Dann kommt das große Thema: Struktur. Ein gutes Video folgt der Logik des Zuschauers, nicht deiner. Du kennst dein Thema in- und auswendig, dein Publikum nicht. Also bleib klar, geh Schritt für Schritt vor, und bleib ansprechbar. Klingt simpel, ist aber der Punkt, an dem die meisten Tutorials kippen. Eine interessante Gegenüberstellung findest du auch in der vergleichenden Studie zu Video-Tutorials und textbasierten Anleitungen.

Kurze Schritte, große Wirkung

Mir hat sich einmal ein Kollege über ein einstündiges Schulungsvideo beschwert. „Ich will doch nur wissen, wie man das Menü einstellt“, stöhnte er. Seitdem schneide ich jede Szene auf das Nötigste runter. Lieber drei knackige Clips als ein Marathon. Und bitte: kein Jingle-Inferno oder zehn Sekunden Intro. Niemand will dein Logo tanzend sehen, wenn er eigentlich nur wissen will, wo der Button sitzt.

Bei Tools wie Loom oder OBS kannst du aufnehmen, während du erklärst. Wichtig ist, dass du dich traust, deine Stimme zu benutzen. Deine natürliche Art ist hundertmal besser als jeder gekünstelte Sprecher. Wenn du dich mal verhaspelst, ist das kein Drama. Authentisch zu wirken ist mehr wert als Hochglanz, die Leute spüren das sofort.

Ton schlägt Bild

Ja, die Kamera ist wichtig, aber ein sauberer Ton ist der Held im Hintergrund. Wenn dein Sound krächzt, kannst du das Video gleich löschen. Ich hab mal ein komplettes Tutorial noch einmal aufgenommen, weil das Mikro übersteuerte – danach wusste ich: ein gutes Mikro rettet alles.

Es muss kein Studio-Mikro sein, aber ein kleines USB-Mikro bringt Welten. Und wenn du schon dabei bist, räum deinen Tonhintergrund auf. Kein Rauschen, kein Lüfter, kein schniefender Kollege. Wenn das nicht geht, nimm mit Tools wie Audacity ein bisschen Rauschreduzierung vor.

Mehr Kopfkino, weniger Folien

Der Klassiker: Eine Stunde PowerPoint mit winzigen Buchstaben und drei Stichpunkten pro Folie. Ich schwöre, da fängt mein Gehirn an, Sudoku zu spielen. Mach’s besser. Nutze Screencasts, zeig echte Klicks, gib optische Orientierung. Wenn du erklärst, wie etwas funktioniert, zeig es. Keine Theorie ohne Beispiel. Das ist wie Kochen erklären, ohne je den Topf hochzuheben. Wenn du wissen willst, wie du Inhalte visuell stärker strukturieren kannst, lies auch warum ich den Gutenberg-Editor liebe – und wie du damit beeindruckende Layouts baust.

Schriftliche Anleitungen: Sag’s wie einem Freund

Ich hab schon Anleitungen gelesen, die klangen wie von Anwälten geschrieben. Jedes zweite Wort in Kapitälchen. Kein Wunder, dass keiner Lust hatte weiterzulesen. Eine gute Anleitung spricht den Leser direkt an. „Klicke hier“ ist tausendmal besser als „Die Schaltfläche befindet sich im oberen Bedienbereich“ – da wird jeder schläfrig.

Mach Absätze. Kurz und klar. Jeder Schritt bekommt seinen eigenen Abschnitt, und du erklärst immer, was passiert und warum. Gib den Menschen das Gefühl, sie hätten dich neben sich als geduldigen Begleiter. Ich stell mir beim Schreiben immer vor, ich erkläre es einem Freund am Küchentisch, während der Kaffee duftet. Das hilft mehr als jede Marketingformel.

Struktur schlägt Stilblüten

Bevor du losschreibst, denk über deine Struktur nach. Ein einfaches Muster hilft: Ziel – Schritte – Resultat. Und bau kleine Anker ein, die zeigen, wo man gerade ist. Zum Beispiel Überschriften wie „So startest du“, „So speicherst du“ oder „So überprüfst du das Ergebnis“. Klingt banal, aber das sorgt für klare Orientierung.

Nutz Listen. Dein Leser liebt es, wenn er Dinge abhaken kann.

  • Schritt 1: Öffne das Tool
  • Schritt 2: Lege eine neue Datei an
  • Schritt 3: Füge dein Material hinzu

Das gibt Struktur und das Gefühl von Fortschritt. Und genau darum geht es.

Mach’s wiederverwendbar

Ob Video oder Text, denk langfristig. Wenn du einmal ein gutes Tutorial hast, kannst du es für Schulungen, Support oder Onboarding nutzen. Ich verlinke solche Inhalte intern und spare mir damit stundenlange Erklärungen. Ein Video, das in fünf Minuten erklärt, was ich sonst immer wieder zeigen musste – Gold wert.

Wenn du das Ganze auf einer Plattform wie neu-protec hostest, kannst du Tutorials zentral ablegen und regelmäßig aktualisieren. Das sorgt dafür, dass alle immer auf dem gleichen Stand bleiben, egal ob im Büro oder Homeoffice.

Übergabe-Workshops: Wissen muss wandern

Die nächste große Baustelle sind Workshops, besonders bei Übergaben. Da gehts nicht nur um Inhalte, sondern viel um Haltung. Ein guter Workshop ist keine Vorlesung. Er ist Austausch, ehrliche Fragen, offen lachen über Fehler. Ich hatte mal einen Übergabetermin mit einem Kollegen, der nur las, was in seinen Folien stand. Nach zehn Minuten war die Hälfte geistig weg. Beim nächsten Mal hab ich alles umgedreht. Ich hab erzählt, gezeigt, gefragt, machen lassen. Und siehe da – sie haben’s kapiert.

Mach’s praktisch

Die Leute lernen durch Tun. Gib ihnen Aufgaben, echte Beispiele, Simulationen. Lass sie selbst klicken, probieren, stolpern. Das ist tausendmal effektiver als jede Theorie. Ich nutze gern Mini-Cases: eine fiktive Kampagne oder ein Beispielprojekt. Damit üben sie mit realistischem Material, und die Hemmschwelle sinkt sofort.

Die richtige Länge

Kennst du diese Workshops, die länger dauern als ein Tatort? Die Energie im Raum sinkt schleichend, bis nur noch Kaffee hilft. Mach’s knackig. Kurze Sessions mit Pausen, dann lieber zwei Termine statt eines Marathons. Ich baue meist Interaktionen nach maximal 30 Minuten ein. Da kommt wieder Leben in die Bude.

Teilnehmer ernst nehmen

Menschen merken, ob du nur deine Slides abspulst oder wirklich interessiert bist. Ich frage oft: „Was funktioniert für euch nicht?“ oder „Wie würdet ihr das lösen?“ So entstehen echte Gespräche, und ich bekomme oft neue Perspektiven, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Das macht den Workshop wertvoll für alle Seiten.

Abschluss mit Plan

Ein Workshop ohne Nachbereitung ist wie ein Film ohne Ende. Fasse kurz zusammen, was erreicht wurde, und bespreche, was offenbleibt. Schick danach deine Unterlagen, Videos oder Cheatsheets. Ich nutze gern eine kleine To-do-Liste, die jeder mitnimmt, damit das Gelernte auch wirklich umgesetzt wird. Und ja, ich erinnere freundlich per Mail nach ein paar Tagen – das wirkt Wunder.

Das richtige Maß an Lockerheit

Wissen weiterzugeben heißt auch, Atmosphäre zu schaffen. Kein Lehrer-Schüler-Gefälle, sondern Teamgefühl. Ich erzähle manchmal kleine Geschichten aus meinem Arbeitsalltag, gern auch solche, bei denen etwas schiefging. Das lockert auf und zeigt, dass man keine Maschine sein muss, um gut zu erklären. Je echter du bist, desto besser kommen deine Inhalte an. Wenn du solche Erfahrungen in dein berufliches Profil einbauen willst, schau dir auch an, was dein Können wirklich kostet und wie du es fair bepreist.

Was du lieber lässt

Vermeide Fachjargon-Orgien. Bleib bei einfacher Sprache, auch wenn du mit Profis sprichst. Zu viele Fremdwörter sind wie Stolperfallen – sie erinnern niemanden gern an Schule. Und vermeide es, deine Inhalte zu sehr zu verpacken. Wenn du jemanden überzeugen musst, dass dein Thema spannend ist, dann war der Anfang schon falsch gedacht. Gute Inhalte überzeugen sich selbst.

Tools, die helfen

Wer kluge Tutorials oder Workshops erstellen will, kann sich mit digitalen Helfern das Leben leichter machen. Ein paar meiner Favoriten:

  • Loom: Super für schnelle Video-Erklärungen.
  • Notion oder Confluence: ideal für strukturierte Textanleitungen.
  • Miro oder Figma Whiteboards: helfen bei interaktiven Workshops, selbst online.
  • Canva: Für klare, einfache Visuals, die selbst Technikmuffel schaffen.

Aber vergiss nicht, Technik ist nur Werkzeug. Entscheidend bist du und wie du erklärst. Übrigens, falls du mit WordPress arbeitest, kann es hilfreich sein, deine Sicherheitsroutine regelmäßig zu prüfen.

Fehler als Lernstoff

Ich hab über die Jahre viele Missverständnisse erlebt. Einmal hab ich bei einem Workshop unerwartet die Hälfte der Einstellungen im Tool anders konfiguriert, weil ein Update kam. Statt Panik hab ich gelacht, kurz gegoogelt, das neue Vorgehen gezeigt. Und weißt du was? Die Teilnehmer fanden es super, weil sie live gesehen haben, wie man improvisiert. Genau so lernt man echt. Eine gute Lektüre dazu ist auch die Arbeit zur Entwicklung medienpädagogischer Konzepte.

Auf die Emotion kommt es an

Auch Wissenstransfer ist Emotion. Du magst den Stoff, und das merkt jeder. Wenn du gelangweilt klingst, können deine Inhalte noch so klug sein, sie verpuffen. Motivierte Dozenten zünden Funken. Ich denke an meine ersten Schulungen, bei denen ich aus lauter Unsicherheit alles stur abgelesen hab. Heute rede ich frei. Ich laufe herum, gestikuliere, lasse Lücken für Fragen. Da entsteht Verbindung.

Und am Ende zählt Haltung

Wissen zu teilen ist kein Prestigeprojekt. Es ist Dienst am Team. Es macht Arbeit, ja. Aber es zahlt sich aus, wenn andere sagen: „Ah, jetzt versteh ich’s endlich!“ Diese Momente sind unbezahlbar. Und sie kommen nur, wenn du nicht nur erklärst, sondern mitdenkst, zuhörst, anpasst. Technik kann helfen, aber das Herzstück bleibt Menschlichkeit.

Wenn ich heute ein neues Tutorial plane, denke ich: Wie würde ich’s selbst gern erklärt bekommen? Und dann mach ich’s genau so. Direkt, offen, mit einem Augenzwinkern. Nicht perfekt, aber echt. Und das funktioniert jedes Mal besser als jede sterile PowerPoint-Schlacht.

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