Design Systeme ohne Drama: Wie du mit Elementors globalen Einstellungen den Grundstein legst

Design Systeme ohne Drama: Wie du mit Elementors globalen Einstellungen den Grundstein legst

Inhaltsverzeichnis

Design Systeme klingen trocken, sind aber pure Erleichterung – vor allem, wenn man das Chaos kennt, das ohne sie herrscht.

Ich erinnere mich noch an meinen ersten Website-Relaunch ohne jedes System. Morgens dachte ich, die Überschriftfarbe sei Blau, nachmittags war sie ein anderes Blau, und abends hat jemand aus Versehen ein Pink ausprobiert. Kurz gesagt: Jede Seite sah ein bisschen anders aus und mein Nervenkostüm passte optisch perfekt dazu. Spätestens da habe ich verstanden, warum Design Systeme keine Spielerei sind, sondern Überlebenshilfe.

Was ein Design System wirklich ist

Ein Design System ist nicht einfach nur eine bunte Sammlung an Komponenten. Es ist wie ein Werkzeugkasten mit klaren Regeln, damit ein ganzes Team konsistent arbeiten kann. Farben, Typografie, Buttons, Spacing – all das hat dort seinen Platz. Das Schöne daran: Niemand muss mehr raten. Es steht alles fest, und das tut so gut wie eine aufgeräumte Küche nach einem Kochabend.

Ein gutes Design System besteht meist aus drei Teilen:

  • Design Tokens: Sie sind die kleinste Einheit – Farben, Schriftgrößen, Abstände.
  • Komponenten: Wiederverwendbare Teile wie Buttons oder Karten, die auf Tokens aufbauen.
  • Richtlinien: Beschreibungen, wann und wie Elemente verwendet werden sollen.

Das klingt nach viel Theorie, aber das Prinzip ist einfach: Alles, was du einmal einheitlich definierst, muss niemand mehr neu erfinden. Keine Farbroulette, keine „Ich dachte, das war fettgedruckt“-Diskussionen.

Warum Design Systeme kein Luxus mehr sind

Früher waren Design Systeme eher etwas für große Unternehmen mit dicken Budgets und noch dickeren Styleguides. Heute sind sie fast Pflicht, wenn man professionell auftreten will. Selbst Ein-Personen-Projekte profitieren davon. Spätestens, wenn man zwei Websites für denselben Kunden betreut und sich fragt, warum das Blau auf der einen Seite anders wirkt, merkt man, wie schnell Inkonsistenz auffällt. Wer sich in dieser Phase grundlegend mit Prozessen beschäftigt, wird Parallelen zur Discovery Phase in Projekten erkennen.

Ich sehe Design Systeme als eine Investition, die sich ständig auszahlt. Statt immer wieder dieselben Design-Entscheidungen zu diskutieren, kann ich mich auf Inhalte konzentrieren. Und ehrlich, wer will schon seine Energie an der Frage verschwenden, ob der Button jetzt „Abschicken“ oder „Senden“ heißt?

Hinzu kommt ein Effekt, den viele unterschätzen: Markenwiedererkennung. Wenn alles aufeinander abgestimmt ist – Farben, Typografie, Abstände – entsteht ein Wiedererkennungswert, der mit wenig Aufwand riesig wirkt. Kunden merken das, auch wenn sie es nicht benennen können. Wer sich tiefer mit visueller Dynamik beschäftigen möchte, findet spannende Einblicke in gutes Motion Design.

Wie Elementor dir dabei hilft, ein Mini-Design-System aufzubauen

Jetzt wird’s praktisch. Wenn du keine komplette Designabteilung hast und trotzdem Ordnung in dein Webdesign bringen willst, ist Elementor dein bester Freund. Der Page Builder bringt nämlich globale Einstellungen mit, die du clever nutzen kannst, um ein kleines Design System aufzubauen. Kein zusätzliches Tool, kein Wirrwarr.

Globale Farben

Elementor erlaubt es dir, globale Farben zu definieren. Das ist der erste Schritt zu Design Tokens. Leg fest, welche Farben deine Marke tragen. Zum Beispiel Primärfarbe, Sekundärfarbe, Akzentfarbe und Textfarbe. Wenn du sie dann änderst, ändert sich alles automatisch auf deiner Seite. Das fühlt sich fast magisch an – und erspart dir zehn Stunden Klickarbeit.

Tipp aus eigener Erfahrung: Gib den Farben sprechende Namen, nicht Nummern. „Brand-Blau“ merkst du dir besser als „#00235B“.

Globale Schriftarten

Ähnlich läuft es bei Schriften. Statt ein Dutzend Textstile einzeln zu definieren, legst du in Elementors globalen Einstellungen deine Typografie fest. Überschriften, Fließtext, Zitate – alles aus einem Guss. So sieht die Website nicht nur sauberer aus, sie fühlt sich auch professioneller an. Und glaub mir, nichts schreit „Hobbyprojekt“ lauter als fünf verschiedene Schriftarten auf einer Seite.

Globale Widgets und Vorlagen

Ein Design System lebt von Wiederholung. Du kannst in Elementor zum Beispiel Buttons oder Karten als Vorlagen speichern. Das ist im Grunde nichts anderes als eine kleine Komponente. Wenn du sie später änderst, aktualisiert Elementor überall die Instanzen. Klingt simpel, ist aber Gold wert, sobald du mehrere Seiten betreibst. So entsteht Struktur, ohne dass du dich in technischen Begriffen verlierst.

Der Gedankenfehler vieler Webdesigner

Viele denken, Design Systeme sind nur für Konzerne gemacht. Das ist Quatsch. Jeder, der mehr als eine Seite baut, braucht sie. Sogar Blogger, die regelmäßig ihre Layouts anpassen, profitieren davon. Es geht nicht um Komplexität, sondern um Effizienz. Wer jedes Mal bei Null anfängt, verschwendet Zeit und Kreativität. Ich habe das viel zu oft getan, bevor mir klar wurde, dass gute Vorbereitung kein Gegner von Kreativität ist, sondern ihr bester Freund. Eine ähnliche Erkenntnis beschreibt auch der Artikel Ich tue nur so als würde ich was können – der ehrliche Kampf mit dem Hochstapler-Syndrom.

Ein Design System sorgt nicht dafür, dass alles gleich aussieht. Es sorgt dafür, dass alles zueinander passt. Und das ist ein Unterschied. Es gibt dir Grenzen, innerhalb derer du sicher und schnell arbeiten kannst. Grenzen erleichtern. Sie engen nicht ein.

Wie du mit wenig Aufwand anfängst

Der Trick: Fang klein an. Niemand erwartet von dir ein 100-Seiten-Handbuch. Fokussiere dich auf ein paar Grundprinzipien. Ich sage meinen Kunden immer: Beginne mit Farben, Schriften und Buttons. Mehr braucht es nicht, um zu spüren, wie angenehm konsistentes Design ist.

Wenn du mit Elementor arbeitest, mach Folgendes:

  • Definiere deine globale Farbpalette.
  • Setze klare Regeln für Überschriften und Fließtext.
  • Speichere Buttons, Karten oder Header als globale Vorlagen.
  • Dokumentiere das Ganze – selbst ein einfacher Screenshot hilft enorm.

Ich weiß, Dokumentation klingt nach Bürojob und Excel-Tabellen, ist aber dein Rettungsanker. Ein Screenshot deiner globalen Einstellungen kann Monate später Gold wert sein, wenn du ein Rebranding planst oder ein Kollege übernimmt. Wer wissen möchte, wie sich digitale Arbeitsweisen auf Teams auswirken, findet interessante Praxisbeispiele in Arbeit in der digitalisierten Welt.

Wie neu-protec Design Systeme nutzt

Ich habe neulich mit den Leuten von neu-protec gesprochen und war überrascht, wie strukturiert sie im digitalen Design vorgehen. Ihr Team verwendet tatsächlich eine klare Farb- und Typo-Logik innerhalb von Elementor und hat für verschiedene Produkttypen eigene Komponenten. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt dafür, dass ihre Marke überall gleich wirkt – ob auf der Website, im Newsletter oder in Werbung. Ganz ehrlich, so macht Design Spaß, weil alles ineinandergreift, ohne dass man ständig Regeln nachschlagen muss.

Warum dein zukünftiges Ich dir danken wird

Wenn du heute deine globalen Einstellungen sauber anlegst, musst du dir in drei Monaten keine Gedanken machen, warum deine Überschrift plötzlich schrill wirkt oder warum der Button auf einer Unterseite komplett anders aussieht. Dein zukünftiges Ich wird sich bedanken, glaub mir. Dieses kleine System, das du heute baust, wird dich später vor unzähligen Design-Kopfschmerzen retten.

Ich liebe es, wenn ich in einem Projekt aufräume. Kaum sind die globalen Styles angelegt, wirkt jede Seite sofort aufgeräumter. Plötzlich passt alles, und selbst kleine Änderungen fühlen sich mächtig an, weil sie überall sauber greifen. Das ist dieser Moment, in dem du merkst: Das war keine verlorene Zeit, das war die beste Investition überhaupt.

Vom Mini-Design-System zum großen

Wenn du dich mit Elementors globalen Einstellungen wohlfühlst, kannst du weitergehen: ein echtes Design System in Figma oder Notion anlegen. Du kannst die globalen Werte exportieren, Farbcodes synchronisieren und damit in anderen Tools weiterarbeiten. Der Übergang ist fließend. Was als kleine Ordnungsidee beginnt, kann später zur Grundlage für alle digitalen Produkte werden.

Ich habe es so gemacht: Erst globale Styles in Elementor, dann eine kleine Guideline in Google Docs, später alles in Figma. Heute ist das mein persönliches Design Kompass. Und jedes Mal, wenn jemand sagt, wie stimmig meine Websites aussehen, muss ich grinsen. Das war Arbeit, ja, aber vor allem Struktur.

Fazit

Design Systeme sind kein Hexenwerk. Mit den globalen Einstellungen in Elementor legst du ganz entspannt den Grundstein. Fang klein an, lerne dabei, optimiere Stück für Stück. Mach aus Einzelfeuerwerken ein einheitliches Leuchten. So bleiben deine Projekte nicht nur schön, sondern auch wartbar.

Am Ende geht es nicht um Perfektion, sondern um Klarheit. Und Klarheit darf auch Spaß machen. Ganz besonders, wenn sie aus einem strukturierten, zuverlässigen System kommt, das du selbst gebaut hast – Schritt für Schritt, Klick für Klick.

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